Schwimmen ist keine Selbstverständlichkeit. Zum einen können erstaunlich viele Deutsche nicht oder nicht ausreichend gut schwimmen. Vor allem bei Kindern stellt die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) fest, dass die Schwimmfähigkeitabnimmt. Dies liegt neben Gründen der Pädagogik und der veränderten Freizeitgestaltung auch an einem strukturellem Problem: Immer wieder müssen Kommunen ihre Schwimmbäder schließen - auch in Bayern sind viele Einrichtungen bedroht.

Aktuell sind 446 öffentliche Schwimmbäder im Freistaat sanierungsbedürftig, 55 Badeanstalten droht sogar die Schließung. Dies geht aus Zahlen der Bayerischen Staatsregierung hervor. Für Reparaturen und Unterhalt sind die Kommunen zuständig, in den meisten Fällen zahlen sie aber hohe Summen drauf. Am Beispiel des Wallenfelser Bades haben wir die Hintergründe hier einmal ausgeführt (infrankenPlus). Deshalb fordern die Städte und Gemeinden sowie Verbände wie die DLRG ein staatliches Sonderinvestitionsprogramm, um die Bäder langfristig erhalten zu können.

Dass bayerische Badestellen wegbrechen, birgt auch echte Gefahren. 86 Menschen sind im vergangenen Jahr bei Badeunfällen ums Leben gekommen. Für die DLRG ließe sich das Risiko zumindest verringern, indem gerade Kinder wieder flächenmäßig schwimmen lernen können. Dabei hängt es jedoch nicht nur an der Infrastruktur. Mehr lesen Sie hier. (infrankenPlus).

"Bitte, rettet die Schwimmbäder" heißt der Kommentar des Autors (infrankenPlus).