ge" nimmt so richtig Fahrt auf und auch die Vollbremsung des Teil-Lockdowns konnte daran nichts ändern. Initiatorin Maria Löffler: "Wir haben Bock, sind kreativ und motiviert."

Und gleich zu Anfang kam dann zusätzlich auch die Kampfansage der Kandidatinnen an die Initiatorin: "Wir fordern dich heraus. Trete gegen uns an." Die Teilnehmerinnen Monika Engelhardt und Christina Tucci wollen es jetzt wissen: "Kann die Initiatorin gegen uns gewinnen? Und wer schafft den größten Schritt zur Typveränderung?" Spannende Fragen also, die sich wohl erst am Ende der Challenge beantworten lassen.

Und weil wir gerade beim Ende sind, verrät uns Maria Löffler, wie das aussehen soll: "Wir planen eine Gala auf dem roten Teppich, an der sich alle Sponsoren präsentieren und die zum absoluten Highlight werden soll."

Im Weg stehen könnte dabei also nur noch Corona, denn geplant ist das Ganze als Präsenzveranstaltung mit Kartenvorverkauf. Stattfinden soll sie dann im April oder Mai des nächsten Jahres. Maria Löffler hat also ehrgeizige Pläne, doch sie hat auch Unterstützung. "Es haben sich uns mittlerweile zahlreiche namhafte Sponsoren angeschlossen und tragen diese Challenge."

Doch eine Veränderung, bei der erst einmal die Ernährung und die Fitness im Vordergrund stehe, brauche natürlich zuerst einmal das: Eine gesunde Ernährung und Training in einem Fitnessstudio. Doch da kam es ja gleich zum Anfang zum Genickschlag, denn auch das Fitnessstudio Caerobics musste schließen. "Das war schade, denn wir hatten den Fitnesstest gemacht, wussten, wo wir ansetzen mussten und die Trainingspläne waren erstellt."

Doch für Inhaberin Carolin Schmidt und ihre Trainerin Christel Beez war aufgeben oder aufschieben keine Option.

"Wir stehen zu 100 Prozent hinter dieser Challenge und haben uns deshalb etwas einfallen lassen. Wir coachen selbstverständlich weiter, wenn auch digital oder bei einem Training im Freien."

Augenmerk auf Individualität

Carolin Schmidt, die schon seit etlichen Jahren ein Fitnessstudio betreibt, weiß, worauf es ankommt: "Auf die Individualität. Wir brauchen für jeden die optimale Fettverbrennung und gleichzeitig eine Kräftigung der Muskulatur."

Deshalb gab es jetzt auch "Hausaufgaben" für die drei Kandidatinnen, die in einem Trainingstagebuch dokumentiert werden und Videos zum Mitmachen. "In zwei Monaten wiederholen wir unseren Fitnesstest, und ich denke, dass sich bis dahin schon größere Veränderungen ergeben haben."

Zusätzlich werde es auch für die Fans der "Kronacher Beauty Challenge" während der ganzen Dauer wöchentliche Fitness- und Ernährungstipps geben, außerdem leckere, saisonale Rezepte von Ernährungsberaterin Yvonne Müller.

Ist-Analyse

Yvonne Müller, die Ernährungsberaterin der AOK, hat schon ein Erstgespräch mit allen drei Kandidatinnen geführt: "Es war eine Anamnese, die immer am Anfang steht. Ich muss mir ja ein Bild machen, brauche vor allem persönliche Daten." Dann gab es ebenfalls Hausaufgaben: "Sie müssen Ernährungspläne führen, um festzustellen, wie eventuelles Übergewicht entstanden ist, welche Diäterfahrungen sie vielleicht schon gemacht haben und welche Erfolge sie schon hatten. Und ich möchte wissen, was sie antreibt. Warum sie sich verändern wollen, denn das ist ein wichtiger Faktor."

Das Ernährungsprotokoll zeige dabei auch, warum man esse "Es ist schließlich ein Unterschied, ob man aus Hunger, aus Frust oder aus Langeweile isst."

Sei der Ernährungsplan nach 14 Tagen erst einmal ausgewertet, könne die eigentliche Arbeit der Ernährungsberaterin beginnen. "Dann werde ich sehen, was vielleicht schon toll klappt, oder an welchen Schrauben man noch drehen müsste. Die Veränderungen in der Ernährung müssen Schritt für Schritt stattfinden und sich der jeweiligen Lebenssituation der betreffenden Kandidatin anpassen. Ich muss wissen, ob sie überwiegend zu Hause essen oder bei der Arbeit. Und ich muss wissen, ob sie kochen und wenn ja, auf was sie dabei achten."

Miteinander am Herd stehen

Sollte es die Pandemie wieder erlauben, meint Müller, wolle sie auf jeden Fall mit den Kandidatinnen ab und zu in der Küche stehen und kochen.

Ihre Wochentipps übrigens sollen unter anderem auch verraten, woran man Hunger- oder Sättigungsgefühl erkennt oder welche versteckten Fettbomben sich so im Kühlschrank verstecken.

Die Motivation für die Beauty Challenge muss stimmen

Eine Challenge in dieser Größenordnung stehe und falle natürlich vor allem mit den Kandidaten. Initiatorin Maria Löfflerwollte sichergehen, dass ihre beiden Mitstreiterinnen aus den richtigen Gründen und voll motiviert daran teilnehmen. "Ich habe sie echt gelöchert und mir die Auswahl nicht leicht gemacht. Lieber habe ich weniger Kandidaten, dafür aber die richtigen."

Jetzt kämpfen mit ihr Christina Tucci und Monika Engelhardt um eine komplette Typveränderung. Wie die erste Woche so gelaufen ist, erzählen die Teilnehmerinnen.

Christina Tucci: "Was mich antreibt, ist die Tatsache, dass etwas abnehmen möchte, meinen Körper neu formen möchte. Außerdem sollen sich natürlich auch die Frisur, mein Styling und die Haarfarbe ändern."

"Als ich bei Yvonne Müller saß, wusste ich so gar nicht, was da auf mich zukommt. Klar weiß ich durch meinen Job als Pflegedienstleitung einer Tagespflege in Kronach, was in meinem Körper so vor sich geht, aber das Gespräch hat mir gezeigt, wie viel ich noch lernen und verstehen muss. Yvonne hat mir ganz andere Ansätze gegeben, hat mir erklärt, was im Körper während einer Diät abläuft, und wie er darauf reagiert." Leider sei sie "so gar kein Gemüseesser. Aber jetzt weiß ich, dass ich das gar nicht muss. Es gibt ja auch noch Salat." Christina Tucci schmunzelt und wirkt glücklich und erleichtert.

Einleuchtende Erklärungen

In lockerer Atmosphäre habe auch das Einführungsgespräch mit Fitnessberaterin Carolin Schmidt stattgefunden. "Das Treffen fand ich total cool und locker. Alles ergab einen Sinn, und der Fitnesstest verlief nicht ganz so deprimierend, wie ich eigentlich gedacht hatte." Sie mache schon seit drei Jahren Zumba, verrät sie, "aber als wir das in der ersten Woche noch im Fitnessstudio Caerobics trainieren durften, war es für mich eine Umstellung." Doch eine ganz besondere Herausforderung habe auf sie im Kurs "Bodytone" gewartet: "Mein lieber Schwan, das war hart." Hart wird es für die Kandidatin auch, ihre Gläser Nutella aus dem Küchenschrank zu verbannen. "Das ist für mich wie eine Droge. Ich bin ein Nutella-Junkie."

Monika Engelhardt ist Verwaltungsangestellte beim Kronacher Schulamt und war bis vor ein paar Monaten noch als "Miss Fitness" bekannt. "Und dann kamen ein paar Schicksalsschläge und obendrauf Corona." Jetzt will sie wieder so fit wie vorher werden und auch sie hat aus dem Gespräch mit der Ernährungsberaterin einiges gelernt: "Vor allem weiß ich jetzt, dass es nicht auf die Summe der Kalorien ankommt, sondern auf die Zusammensetzung des Essens." Ihr persönliches "mag ich so gar nicht" in Bezug auf Essen ist der Fisch. "Aber ich esse gern Fischstäbchen."

Engelhardt freut sich, dass der Ernährungsplan vor allem die Selbstdisziplin fördere. "Da schreibt man konsequent auf, was, wie viel und wann man isst." Das schaffe vor allem ein Bewusstsein für die Nahrungsmittel und das eigene Essverhalten: "Ab jetzt überlege ich zweimal, ob ich einen weiteren Riegel Kinderschokolade esse oder nicht."

Fitnesstrainerin Carolin Schmidt schätze sie wegen ihrer jahrelangen Erfahrung. "Ich finde die Unterstützung toll. Sie weiß, was sie tut und weckt auch den Ehrgeiz. Und sie verschafft uns immer neue Reize, verpackt in einem effektiven und nutzbringendem Training." Engelhardt bedeutet es sehr viel, "dass so viele Leute uns bei unserem Vorhaben unterstützen. Das ist eine einmalige Chance, die wir sofort ergriffen haben. Und das quasi vor den Augen der Öffentlichkeit zu tun, wird uns nur noch mehr anspornen."

In die Öffentlichkeit tragen

Genau das sei auch das Ziel der Initiatorin Maria Löffler gewesen, nämlich "es in die Öffentlichkeit zu tragen." Warum das so ist, verrät sie gleich im Anschluss: "Weil man da viel einfacher durchhält. Man entwickelt viel mehr Ehrgeiz und hat vor allem auch mehr Spaß."ml