Zu gleich mehreren Schlägereien ist es kürzlich in Nürnberg gekommen: In einem Fall wurde ein Opfer so schwer verletzt, dass er ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.

Die erste Attacke ereignete sich bereits am Samstagabend (15. Oktober 2022) in der Nürnberger Südstadt: Ein betrunkener 26-Jähriger hielt sich gegen 21.15 Uhr am Willy-Prölß-Platz auf, als ihn eine Gruppe von Männern plötzlich angriff.

Männergruppe attackiert Betrunkenen in Nürnberg

Die Täter sollen zwischen 15 und 25 Jahre alt gewesen sein, teilt das Polizeipräsidium Mittelfranken mit. Die Gruppe der Angreifer bestand aus sechs bis zehn Personen, die auf den 26-Jährigen einprügelten und ihm ins Gesicht traten, als er auf dem Boden lag.

Beim Eintreffen mehrerer Polizeistreifen flüchteten die Täter. Im Laufe der Fahndung wurden in der näheren Umgebung des Tatorts aber zehn junge Männer vorläufig festgenommen, die im Verdacht stehen, sich an der Schlägerei beteiligt zu haben. Ein entsprechendes Ermittlungsverfahren wurde eingeleitet.

Das Opfer erlitt durch den Angriff massive Gesichtsverletzungen und kam mit dem Rettungsdienst in eine Klinik. Der Kriminaldauerdienst Mittelfranken übernahm die ersten Ermittlungen am Tatort, anschließend übernahm die Mordkommission der Nürnberger Kripo den Fall.

Weitere Schlägerei in Nürnberg: Täter flüchtet anschließend

Am Dienstagnachmittag (18. Oktober 2022) kam es in Nürnberg zu einem weiteren Angriff, bei dem ein Unbekannter einen Mann am Hauptbahnhof niederschlug und anschließend flüchtete.

Gegen 17.30 Uhr hielt sich ein 37-Jähriger im Bereich des Ausgangs der Osthalle des Nürnberger Hauptbahnhofs auf. Dort geriet er plötzlich mit einem unbekannten Mann in Streit. Dieser schlug den 37-Jährigen im Verlauf der Auseinandersetzung nieder. Das Opfer erlitt Verletzungen im Gesicht und musste ambulant in einem Krankenhaus versorgt werden.

Die Nürnberger Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung. In beiden Fällen werden Zeugen gebeten, sich unter der Telefonnummer 0911/2112-3333 zu melden.

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