Rund 80 Minuten hatten Unterbrunn und der Campingplatz am Altmain-See bei Ebensfeld am Donnerstag keinen Strom. Ursache für den Stromausfall war wohl ein unachtsamer Segler, der seinen Katamaran per Autoanhänger über den Kiesweg zog und vergaß den Mast seines Bootes umzulegen. Dieses Szenario bestätigt auch Maximilian Zängl, der Leiter der Unternehmenskommunikation beim Netzbetreiber Bayernwerk.
Der Unfall ereignete sich gegen 16.30 Uhr im vorderen Drittel der Zeltplatz-Straße.

80 Minuten ohne Strom

Wie die Kollegin von Zängl, Bayernwerk-Sprecherin Esther Knemeyer Pereira, bereits am Donnerstag auf Nachfrage bestätigte, wurden dabei zwei so genannte Leiterseile von der Freileitung abgerissen. Dabei handelt es sich um eine 20 Kilovolt Mittelspannungsleitung. Der gesamte Campingplatz sowie die Ortschaft Unterbrunn waren etwa 80 Minuten ohne Strom. "Seit 17.49 Uhr ist die Versorgung wieder hergestellt", sagte Knemeyer Pereira am Donnerstag. Die Stromversorgung auf dem Campingplatz stellte ein Aggregat sicher.

Reparaturen am Freitag

Am Freitagvormittag waren die Reparaturarbeiten bereits in vollem Gange. Von 6 Uhr bis ungefähr 13 Uhr waren fünf Freileitungsmonteure aus Bamberg mit den Leitungen beschäftigt, berichten Zeugen vor Ort. Dabei waren die Bayernwerk-Mitarbeiter mit zwei Kränen mit Hebebühne im Einsatz. Einer stand auf dem Campingplatz am See und ein zweiter rund 220 Meter entfernt Richtung Unterbrunn auf der anderen Mainseite. Die Monteure zogen neue Leitungen ein und schlossen diese wieder ans Netz an. Während der Arbeiten sei Unterbrunn zeitweise mit einem Aggregat versorgt worden.

Über die genaue Schadenshöhe konnte Bayerwerk-Sprecher Zängl am Freitag noch keine Auskunft geben. Wer für den Schaden aufkommen muss, stehe auch noch nicht fest. Aber eines ist für Zängl klar: "Grundsätzlich gilt: Wenn es eine fahrlässige Handlung war, dann muss der Verursacher den Schaden tragen."