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Hochstadt am Main
Umbau

Alter Bahnhof wird neu genutzt: Bistro und Biergarten geplant

Der Bahnhof in Hochstadt stand knapp zehn Jahre leer. Seit letztem Herbst ist nun neues Leben in den Bau eingekehrt. Das soll sich noch vermehren - unter anderem sind ein Bistro und ein Biergarten geplant.
 
Der Bahnhof Hochstadt wird saniert. Der Ausbau der Büroflächen ist bereits abgeschlossen. Foto: Hubert Herr
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Neues Leben in altem Bahnhof in Hochstadt: Der Bahnhof im oberfränkischen Hochstadt am Main (Landkreis Lichtenfels) wird neu genutzt. Der Besitzer hat große Pläne damit. Die schließen viel Raum für Gastronomie, fünf Wohnungen und Büroflächen ein.

Bis zum Sommer 2011 wurde der Bahnhof noch von der Bahn genutzt. Seitdem steht das Gebäude aber leer. 2012 erwarb es dann Hubert Herr aus Elzach bei Freiburg. Mittlerweile haben die Umbauarbeiten begonnen und es hat sich viel getan. 

Bahnhof Hochstadt bekommt Bistro und Biergarten

Der Bahnhof besteht aus einem Mitteltrakt und je einem Turm links und rechts. Im Erdgeschoss ist ein gastronomischer Teil geplant. "Da soll ein Music- und Sky-Sportsbistro hin mit einem kleinen Restaurant, wo man als Freizeitaktivitäten dann Kicker, Billard und so spielen kann. Und im Außenbereich soll noch ein kleiner Biergarten entstehen", erklärt Herr inFranken.de. Dafür müsse auch nichts abgebrochen werden. Vielmehr solle die bisher ungenutzte Fläche daneben hergezogen werden. 

Ganz oben im linken Turm befand sich früher schon eine Wohnung. Diese wird neu hergerichtet. Auch im Dachgeschoss des Mitteltrakts soll eine weitere kleine Wohnung entstehen. Das aktuell als Büro genutzte erste Obergeschoss soll nach Ende der Mietzeit in drei weitere Wohnungen aufgeteilt werden, sodass insgesamt fünf Wohnungen im alten Bahnhof entstehen. 

Der Ausbau der Büroräume - inklusive drei Bädern sowie drei Küchen - ist bereits abgeschlossen. Die Räumlichkeiten erstrecken sich über 400 Quadratmeter im Obergeschoss des Mitteltrakts sowie den gesamten rechten Turm. Seit Herbst 2020 hat das Staatliche Straßenbauamt Bamberg die Bürofläche gemietet. Im Untergeschoss des rechten Turms richtet das Straßenbauamt ein öffentliches Informationszentrum ein, in dem sich Bürger über den Ausbau der B173 informieren können. "Später mal ist angedacht, die Fläche in drei Wohnungen aufzuteilen", verrät Herr. "Es ist unwahrscheinlich, dass dann, wenn der Mietvertrag des Straßenbauamts endet, jemand das Ganze ebenfalls als Büro nutzen möchte."

Genehmigung von Denkmalbehörde steht noch aus

"Von den Räumlichkeiten her ist geplant, wie es aussehen sollte. Da lief jetzt die Anfrage bei der Gemeinde, ob was dagegen spricht oder es irgendwelche Auflagen gibt. Jetzt wird noch die Genehmigung bei der Denkmalbehörde eingeholt. Erst dann wird es auch realisiert", gibt Herr einen Ausblick in die Zukunft. Bisher ist also noch kein Pächter oder Mieter für die rund 250 Quadratmeter große gastronomische Fläche plus Biergarten im Gespräch.

Zuerst sollen alle Genehmigungen eingeholt und abgewartet werden, wie es mit und nach Corona weitergeht. "Ich denke mal, dass das dieses Jahr mit Sicherheit nicht mehr angepackt wird. Vielleicht kommen wir dann nächstes Jahr dran. Das ist jetzt aber noch sehr vage."

Unterdessen ist die Zukunft des Bahnhofs Kitzingen ungewiss. Zwei Jahre kämpfte die Stadt mit den Eigentümern um die vernachlässigte Immobilie. Wie es aussieht, wird sie sich schon bald wieder von ihr trennen.