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Wolfsdorf
Ausgrabung

Historischer Fund: Archäologen entdecken Überreste einer alten Keltensiedlung

Archäologen haben in Wolfsdorf Überreste einer keltischen Siedlung ausgegraben. Die Wissenschaftler stießen auch auf Keramikscherben aus dem 5. Jahrhundert vor Christus.
 
Bei Grabungen in Wolfsdorf wurden Überreste einer alten Keltensiedlung gefunden. Foto: in terra veritas
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Ausgrabung in Wolfsdorf: Archäologen gruben im Januar 2021 im Landkreis Lichtenfels die Reste einer keltischen Siedlung aus. Besonders interessant sind auch Funde aus der römischen Kaiserzeit. 

Die Wissenschaftler von "in terra veritas" hatten die keltischen Siedlungsüberreste bei einer wissenschaftlichen Begehung des Geländes in Wolfsdorf bei Bad Staffelstein bereits 2019 entdeckt. Hier soll in Zukunft ein Mehrparteienhaus entstehen. 

Archäologische Funde im Landkreis Lichtenfels: Keramikscherben von 500 vor Christus

Die Archäologen fanden die Überreste eines Hauses. Dieses wurde in Pfostenbauweise errichtet und hatte eine Länge von über sechs Metern. Die Breite des Hauses sowie die Lage der Eingangstür lassen sich aufgrund der schlechten Erhaltung der Funde nicht mehr rekonstruieren. 

Allerdings entdeckten die Forscher auch einige Abfallgruben. Hauptsächlich wurden hier organische Abfälle und Asche entsorgt, aber auch Tierknochen konnten gefunden werden. Für Begeisterung sorgten Keramikscherben aus der frühen Latènezeit (5. Jahrhundert vor Christus) sowie Funde aus der römischen Kaiserzeit. 

"Das Besondere an der Grabung in Wolfsdorf ist, dass hier bisher keine dieser Hofstellen bekannt war", erklärt Julian Decker, Archäologe und Leiter von "in terra veritas", gegenüber inFranken.de. Die Forscher gingen davon aus, dass es im weiteren Umland noch mehr solcher Höfe gibt, die noch unbekannt sind, so Decker weiter. Von den neuen Funden versprechen sich die Archäologen noch mehr Aufschluss über das Gesamtbild der Siedlungslandschaft in der Region sowie deren Vernetzung untereinander.