Das Thema "Hirtensteg" hat in Marktrodach schon öfter bei den Anliegern für Emotionen gesorgt. So auch in den letzten Tagen, als aufgrund eines Fehlers der bauausführenden Firma die Bauarbeiten ins Stocken gerieten. Einige Anlieger befürchteten, dass der Hirtensteg in diesem Jahr nicht mehr begehbar wird und beklagten mangelnde Bauaufsicht.

Wie Thomas Kleylein vom HTS-Büro an der Baustelle erklärte, verschiebe sich die Begehbarkeit des Hirtenstegs um 14 Tage nach hinten. Ende Oktober/Anfang November könne dieser aber für die Bevölkerung freigegeben werden. Er sei täglich an der Baustelle. Mit Ausnahme vergangene Woche, da habe er sich ein paar Tage Urlaub gegönnt. Daher sei der Vorwurf, dass diese Baustelle nicht beaufsichtigt werde, aus der Luft gegriffen.

Er wies darauf hin, dass ein Fehler beim Abstecken an einer Stelle der Brücke passiert sei, dadurch wurde das Fundament verschoben und konnte in dieser Form für die Brücke nicht mehr genutzt werden. Die bauausführende Firma habe sich dann dafür ausgesprochen, beide Fundamente neu zu setzen. Kleylein betonte, dass für die Gemeinde keine zusätzlichen Kosten entstünden.

Wie bereits berichtet, wurde der Hirtensteg aus Sicherheitsgründen am 31. Januar 2019 sowohl für die Fußgänger als auch für den Verkehr gesperrt. Schon das sorgte damals für Unmut seitens der Bürger, da dieser Steg als wichtige Verbindung zu den Nahversorgern, Ärzten und Betreuungseinrichtungen gilt und daher stark von den Anliegern genutzt wird.

Anfang des Jahres sprach sich das Gremium nicht zuletzt wegen der Witterungsbeständigkeit und den vergleichsweise niedrigen Unterhaltungskosten einstimmig für eine Stahlkonstruktion mit Rahmenträger aus. Der Verwaltung wurde beauftragt einen Zuschussantrag zu stellen.

Im April wurde auch der vorzeitige Beginn für den Hirtensteg seitens der Regierung von Oberfranken genehmigt, worüber Bürgermeister Norbert Gräbner (ÜWG/FW) sehr erfreut war.

Weniger erfreulich sei für ihn allerdings, dass Bürger - statt ihre Anliegen direkt der Verwaltung vorzutragen, gleich die Presse alarmieren. "Fehler passieren überall", sagte er. Er wies darauf hin, dass er immer beim "Jour-Fix" anwesend und über dem Bauverlauf auf dem laufenden gewesen sei.

Der Hirtensteg wird künftig nur für die Fußgänger und Radfahrer genutzt werden können. Die Kosten liegen bei rund 280 000 Euro.