Wie Susanne Grebner erklärte, sei es ihr Wunsch gewesen, dass die CSU als stärkste Fraktion den Zweiten Bürgermeister stelle. Sie habe dabei auf den bisherigen Amtsinhaber Gerhard Eideloth (CSU) gesetzt, der sich in der Vergangenheit als zuverlässiger und loyaler Weggefährte erwiesen habe. Gerhard Eideloth beziehe bereits Rente, er sei daher flexibel und kurzfristig einsetzbar.
Eideloth habe auch bekräftigt, seine Funktion weiterhin so ausfüllen zu wollen. Ein Gedanke sei auch gewesen, dass damit ein weiterer stellvertretender Bürgermeister nicht notwendig gewesen wäre und die Gemeinde somit hätte Kosten einsparen können. Zudem habe sich auch ihre SPD-Fraktion für Gerhard Eideloth ausgesprochen. Verhandlungen wegen Alternativen seien in ihrer Fraktion erfolglos geblieben.
Dass die Wahl von Gerhard Eideloth schließlich solche Auswirkungen haben würde wie den Verlust ihres Stellvertreterpostens in der Frankenwaldgruppe und auch bei der konstituierenden Sitzung des Kreistags, als ihr Parteikollege, der SPD-Kreisvorsitzende Ralf Pohl, das Nachsehen bei den stellvertretenden Landräten hatte, hätte sie nicht für möglich gehalten.
Für sie ist die CSU mit ihrem Vorsitzenden auch nicht ganz glaubwürdig. Es werde immer von Verjüngung gesprochen, aber sämtliche stellvertretenden Landräte zählen über 60 Jahre. Susanne Grebner betont aber, dass dieses Thema für sie vorbei sei. Weiterhin will sie mit Jürgen Baumgärtner sowohl im Gemeindegremium als auch in der Frankenwaldgruppe gut zusammenarbeiten.
"Politische Auseinandersetzung"
"Es ist eine politische Auseinandersetzung", so der Vorsitzende der FWG und Wilhelmsthaler Gemeinderat Jürgen Baumgärtner (CSU). Auch er spricht von einem guten Miteinander mit seiner bisherigen Stellvertreterin in der FWG, das er sowohl im Gemeindeparlament als auch in der FWG fortführen möchte. "Wir haben beide mit der FWG eine schwere Zeit durchgemacht!" Aber es könne nicht sein, dass sie einen CSU-Gemeinderat als stellvertretenden Bürgermeister ins Spiel bringt, der sich CSU-intern in einer geheimen Wahl nicht durchsetzen konnte. Wenn jemand so etwas mache, dann müsse er/sie auch mit Konsequenzen rechnen, so sei es auf Gemeinde-, Kreis- oder auch Landesebene.
Folgt ein Parteiausschluss?
Jürgen Baumgärtner spricht von seinen Zielen, nämlich Parteien und kommunale Parlamente zu verjüngen. Dies werde durch solche Entscheidungen nicht erreicht. Er spricht weiter von einer demnächst stattfindenden Diskussion innerhalb seiner Fraktion, in der es um die Frage eines Parteiausschlusses von Gerhard Eideloth gehen wird. Denn: "Es ist nicht akzeptabel, dass jemand, der eine parteiinterne Abstimmung verliert, sich dann darüber hinwegsetzt!"
Susanne Grebner geht davon aus, dass wieder Normalität in ihrem Gremium und in der FWG einkehren wird. Auf die Frage, ob sie denn - nachdem sie als Stellvertreterin abgewählt wurde - in den nächsten Jahren den Vorsitz der FWG übernehmen würde, meinte sie: "Zum aktuellen Zeitpunkt würde ich eher nein sagen!"
Ich bin der Meinung das Herr Eideloth bisher einen sehr guten Job gemacht hat und wenn er durch Gemeinderatsmehrheit demokratisch gewählt wurde was soll dann das ganze.
Ich frage mich was ein Landtagsabgeordneter in einem Gemeinderat zu suchen hat.
Scheinbar geht es um Machtausübung wie man ja in diesem Beitrag gut lesen kann.
Wunsch nicht erfüllt - dann hat das Konsequenzen.