Einstimmig verabschiedete der Gemeinderat Biebelried den Haushalt für 2021, der ein Gesamtvolumen von rund 7,69 Millionen Euro hat. Viel Geld wird in die Neugestaltung der Würzburger Straße in Biebelried und in die Erschließung von Baugebieten investiert. Einige kleine, aber nicht unbedeutende Änderungen nahm der Gemeinderat noch vor.

Das Baugebiet Westheim bleibt im Haushaltsplan für dieses Jahr stehen, auch wenn Gemeinderat Gunnar Krauß anzweifelt, dass es heuer noch etwas damit wird. Bürgermeister Hoh betonte, dass man sofort ausschreiben könne, wenn, ja wenn denn endlich das noch fehlende Geruchsgutachten vom beauftragten Ingenieurbüro geliefert werde. "Die Erstellung wurde bis Ende Juli zur nächsten Ratssitzung zugesagt", informierte Roland Hoh.

Was aber für Gunnar Krauß gänzlich im Haushalt und im Finanzplan der nächsten Jahre fehlt, sei das Industriegebiet in Westheim. Er erinnerte an eine Prioritätenliste des Gemeinderats, die unlängst erstellt worden sei. Da habe das Industriegebiet eine sehr hohe Punktezahl von den Ratsmitgliedern bekommen. Auch eine entsprechende Mail habe er an alle Mitglieder des Gremiums geschickt, anscheinend aber doch nicht an alle, denn Gemeinderat Frank Hoh monierte, dass er diese eben nicht erhalten habe.

Bürgermeister Hoh meinte, dass es eigentlich erst Sinn mache, ein solches Gebiet in Westheim auszuweisen, wenn es tatsächlich Interessenten gäbe. "Ansonsten wird Geld verbrannt." Dennoch einigte sich das Gremium darauf, 50 000 Euro an Planungskosten in den Haushalt für 2021 einzustellen.

Betrag für Geräte erhöht

Gemeinderätin Andrea Czech meinte, dass es nicht sein könne, bei der Beschaffung von Fahrzeugen für den Bauhof null Euro anzusetzen. 10 000 Euro stünden bei Arbeitsgeräten, erklärte Kämmerer Michael Schmitt, denn ein Fahrzeugkauf sei nicht vorgesehen. Um aber ein möglicherweise teures Gerät kaufen zu können, erhöhte der Rat den Betrag auf 30 000 Euro. Die so rechnerisch entstandenen Mehrkosten werden von den Zuführungen zu den Rücklagen abgezogen. Diese Summe beträgt dann nur noch 30 300 Euro. Damit ist der Haushalt wieder ausgeglichen.

Im Verwaltungshaushalt der Gemeinde stehen laut Kämmerer 2,85 Millionen Euro zur Verfügung. Hier hat er 215 000 Euro an Einnahmen durch die Gewerbesteuer vorgesehen, 745 100 Euro soll die Beteiligung an der Einkommenssteuer betragen. An Schlüsselzuweisungen erhält die Gemeinde 380 000 Euro.

515 400 Euro muss Biebelried an Kreisumlage zahlen. An die Verwaltungsgemeinschaft Kitzingen fließen 159 900 Euro. Die Zuführung zum Vermögenshaushalt beträgt in diesem Jahr 32 500 Euro, die Tilgungssumme für das Darlehen 29 000 Euro. Damit beträgt die freie Finanzspanne in diesem Jahr nur 3500 Euro, welche sich in den Folgejahren laut Schmitt aber wieder erhöhen soll.

Im Vermögenshaushalt mit rund 4,84 Millionen Euro verschlingt die Neugestaltung der früheren Bundesstraße 8 (Würzburger Straße) viel Geld. 1,2 Millionen Euro sind für die Straße vorgesehen, für die Abwasseranlagen in diesem Bereich 390 000 Euro und für die Wasserversorgung 460 000 Euro. An Investitionszuweisungen für dieses Jahr werden für die Würzburger Straße 537 500 Euro erwartet.

Für das Baugebiet "Mainstockheimer Weg III" sind über eine Million Euro für die Erschließung eingeplant. Demgegenüber plant man mit Einnahmen durch Grundstücksverkäufen in den Baugebieten "Mainstockheimer Weg III" und "Pförtlein" in Kaltensondheim mit rund 2,3 Millionen Euro. Insgesamt will die Gemeinde in diesem Jahr 4,4 Millionen Euro investieren.

Areal derzeit verpachtet

Des Weiteren beschäftigte sich der Gemeinderat mit der Anfrage eines Energieversorgers, auf dem Grundstück zwischen der Tankstelle und Biebelried Ladesäulen für Elektrofahrzeuge errichten zu können. Das aber kann sich der Gemeinderat derzeit nicht vorstellen. Das Areal hat die Gemeinde derzeit an einen Landwirt verpachtet. Zudem läuft die Trasse einer möglichen Umgehung von Biebelried durch dieses Grundstück.

Gemeinderat Manfred Kleinschrodt wies darauf hin, dass auf dem Grundstück Bäume gepflanzt worden seien. Dadurch könnte die mögliche Umgehungsstraße beeinträchtigt sein, deren Trasse freizuhalten ist.