Einstimmig und ohne Diskussionen verabschiedeten die Abtswinder Gemeinderäte den Haushaltsplan der Kommune für dieses Jahr. Das Zahlenwerk der 858 Einwohner zählenden Gemeinde beläuft sich auf insgesamt 5,074 Millionen Euro, wobei der Verwaltungshaushalt mit 2, 559 Millionen Euro geringfügig höher als der Vermögenshaushalt (2,515 Millionen Euro) ausfällt.

Insgesamt fällt der Finanzplan um 1,255 Millionen Euro niedriger aus als im Vorjahr. Das liegt daran, dass bei den Investitionen fast eine Million weniger an Ausgaben vorgesehen sind. Wie Bürgermeister Jürgen Schulz in der Sitzung ausführte, sind mit dem Bau des Kindergartens und dem neuen Wasserwerk zwei große Posten der letzten Jahre nahezu vom Tisch. Diesmal stellen der Erwerb von Grundstücken (962 992 Euro), sowie der Tiefbau (925 500 Euro), die größten Ausgaben dar. Die Beträge sind in erster Linie für das neue Gewerbegebiet an der Wiesentheider Straße vorgesehen.

Spitzenplatz der 31 Landkreisgemeinden

Der Blick auf das Gesamte zeigt, dass Abtswind dank der Einnahmen aus Gewerbesteuer (kalkuliert sind 500 000 Euro) und dem Anteil an der Einkommensteuer (kalkuliert sind 459 000 Euro) finanziell nach wie vor sehr gut da steht. So liegt die Gemeinde bezüglich der Steuerkraft mit 1438 Euro pro Einwohner auf dem Spitzenplatz der 31 Gemeinden im Landkreis.

Die Umlagesätze bleiben wie in den Vorjahren: Bei der Grundsteuer A sind es 340 Prozent, Grundsteuer B 320 Prozent, Gewerbesteuer 340 Prozent. Der Schuldenstand zum Jahresende beträgt 487 163 Euro, weil die Gemeinde 2019 einen Kredit in der Höhe aufgenommen hat. Die Po-Kopf-Verschuldung beläuft sich damit auf 568 Euro.

Um den Haushalt abzugleichen, wird eine Zuführung vom Vermögens- zum Verwaltungshaushalt in Höhe von 114 561 Euro gemacht. Wie Kämmerin Christine Volk ausführte, liegt das an der geringeren Einnahme aus der Gewerbesteuer. Der Betrag wird aus den Rücklagen entnommen. Insgesamt entnimmt Abtswind zum Abgleich des Etats 1,881 Millionen Euro. Der Haushalt wurde zuvor eingehend besprochen.