Kurz nach 2 Uhr am Samstagmorgen hat sich auf der A9 in Richtung Norden auf Höhe der Anschlussstelle Münchberg-Nord ein schwerer Unfall ereignet. Darüber berichtet die Verkehrspolizei Hof in einer Pressemeldung. Der Verkehr auf der A9 war für mehrere Stunden beeinträchtigt.

Aus bisher noch nicht eindeutig geklärter Ursache kam es zu einer Kollision zwischen einem Sattelzug und einem Streufahrzeug der Autobahnmeisterei. Das Streufahrzeug wollte an der Anschlussstelle die Autobahn verlassen.

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Der Sattelzug hatte genau das Gleiche im Sinn und fuhr rechtsseitig neben dem Winterdienst. Hier kam es schließlich zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge, wobei der Tank der Sattelzugmaschine aufgerissen wurde.

Zudem kam der Sattelzug ins Schleudern und auf der Außenschutzplanke quer zum Stehen. Die Feuerwehren Münchberg und Helmbrechts waren mit starken Kräften vor Ort. Zudem übernahm das THW die Absicherung der Unfallstelle. Für mehrere Stunden war die Autobahn in Richtung Norden lediglich über eine Fahrspur befahrbar. Die Bergung des Sattelzugs erfolgte mittels Kran.

Oliver Heinold war als Einsatzleiter der Feuerwehr Münchberg vor Ort. Im Interview mit News5 sagt er, dass die Räumfahrzeuge aufgrund der Wetterlage auf der A9 unterwegs gewesen seien. Dabei kam es zum Zusammenstoß.

"Das ist sicherlich ähnlich wie bei uns mit der Rettungsgasse", spekuliert Heinold über die Situation. "Die wollen im Prinzip nur ihre Arbeit verrichten und immer wieder mischen sich Verkehrsteilnehmer in diese Kolonnen und Gespanne ein." Laut Polizei dauern die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang noch an.

Verletzt wurde bei dem Unfall zum Glück niemand, bilanziert die Polizei. Da mehrere 100 Liter Diesel ins Erdreich und auf die Fahrbahn liefen, musste zudem das Wasserwirtschaftsamt hinzugezogen werden.

Die Reinigung der Fahrbahn ist abgeschlossen. Das betroffene Erdreich muss abgetragen werden. Den Sachschaden schätzen die Beamten der Verkehrspolizeiinspektion Hof auf mindestens etwa 60.000 Euro.

Vorschaubild: © Fricke/News5