Aufträge in Höhe von 168 120 Euro hat der Bauausschuss der Stadt Ebern in seiner Sitzung am Mittwoch im Betreuungsgebäude der Grundschule für Umbau und Sanierung der ehemaligen Schule in Bramberg vergeben. Rechnet man noch die 39 730 Euro für Möbel für die neue Kindertagesstätte in Ebern hinzu, hat das Gremium die Summe von 207 850 Euro bewilligt.

Für Dachdecker- und Spenglerarbeiten für die ehemalige Schule fallen 47 277 Euro an. Der Auftrag ging an eine Firma aus Gundelsheim. Eine Firma aus Stadtlauringen erhält für Putz- und Malerarbeiten 42 224 Euro. Das ist eine deutliche Unterschreitung der mit 72 200 Euro veranschlagten Summe. 28 528 Euro werden fällig für Schreiner- und Fensterarbeiten und Außentüren. Dieser Auftrag wurde an eine Firma in Westhausen vergeben. Auch hier unterschreitet der angebotene Betrag deutlich die Kostenberechnung, die mit 42 400 Euro angesetzt war. Für Elektroarbeiten sind 50 100 Euro fällig. Der Auftrag ging an eine Firma aus Zeil.

Für die Anschaffung von Kindermöbeln als Erstausstattung für die neue Kindertagesstätte an der Albrecht-Dürer-Straße in Ebern, die kürzlich den Namen "Kinderhaus Wunderland" erhalten hat, gibt die Stadt 39 700 Euro aus. Das kommentierte Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD) so: "Ein ganz schöner Batzen, ich weiß, aber das müssen wir tun. Die Folgeausstattungen muss dann der Träger übernehmen."

In der Sitzung stand neben den Auftragsvergaben eine ganze Reihe von privaten und gewerblichen Bauvorhaben an. So der Antrag einer Firma, die in der ehemaligen Kaserne eine Lagerhalle in Leichtbauweise errichten möchte. Das Bayernwerk stellte den Bauantrag zur Errichtung eines 20-Kilovolt-Schalthauses und Erneuerung der 110-Kilovolt-Anlage in Ebern nahe dem Judenfriedhof, um den künftigen Anforderungen der Stromversorgung gerecht zu werden. Von einem weiteren Unternehmen lag ein Bauantrag für den Neubau einer 110-Kilovolt-Schaltanlage in Sandhof östlich des Bundeswehrsportplatzes vor. "Es ist hinter dem Acker, wo die Blumen an der Straße angeboten werden", erläuterte der Leiter des Bauamtes, Martin Lang. Allen Anträgen wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt.

Gebilligt wurde auch der Plan der Evangelischen Jugendhilfe, die an der Gemünder Mühle eine landwirtschaftliche Mehrzweckhalle bauen, eine Scheune abbrechen und eine weitere Wohngruppe einrichten will. "Es ist immer gut, wenn sich was tut", sagte Bürgermeister Jürgen Hennemann, und Stadtrat Werner Riegel (SPD) bestätigte dessen Meinung.

Henneman informierte, dass die Sperrung der Kreisstraße in Eyrichshof wohl in der ersten Augustwoche aufgehoben werden kann. Mit der Breitbandversorgung gehe es in Eyrichshof weiter, was eine halbseitige Sperrung der Straße zur Folge haben wird, erfuhr der Ausschuss. "Von dort geht es dann mit dem Breitband in Richtung Sachsenhof nach Ruppach im Rahmen des Höfebonus weiter", so Hennemann. Auch in Welkendorf, wo die Stadt bereits in Vorleistung ging, werde nun an das Netz der Telekom angeschlossen. Bei Welkendorf stehe ein Funkmast für Handys, der allerdings noch nicht in Betrieb sei. Der Empfang von Digitalradio solle verbessert werden, indem sich der Bayerische Rundfunk des Sendemastes auf dem Haubeberg bediene.

Stadtrat Klaus Schineller (Grüne) wollte wissen, warum Siedlungen in Dörfern reines Wohngebiet seien. "Das wirft immer wieder Probleme auf", sagte er. Hierzu entgegnete der Bürgermeister, dass das der Stadtrat einmal so entschieden habe. Abhilfe könne höchstens durch eine Bebauungsplanänderung geschaffen werden.

Dritter Bürgermeister Thomas Limpert (FWE) bat, in Eyrichshof die Sicht am Radweg an der Siegelfelder Straße beziehungsweise an der Straße in Richtung Fischbach für die Radler zu verbessern. Mängel am Leichenhaus in Ebern sprach Stadtrat Markus Fausten an.