Ein Lob hatte Eberns Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD) bei der Versammlung zur Ortssprecherwahl für die lebendige Ortsgemeinschaft in Reutersbrunn. Auf dem Platz vor der ehemaligen Schule, dem jetzigen Gemeinschaftshaus, erläuterte der Bürgermeister, dass es in Reutersbrunn 117 Wahlberechtigte gibt. 39 Bürger hatten die Wahl eines Ortssprechers beantragt. Geleitet wurde die Wahl von Drittem Bürgermeister Thomas Limpert (FWE), den die Stadträte Werner Riegel (SPD) und Dieter Gerstenkorn (CSU) unterstützten. Limpert stellte fest, dass 41 Wahlberechtigte gekommen waren. Vorgeschlagen wurden als Kandidaten Andreas Leibold und Markus Hartmann, der allerdings ablehnte. Gewählt wurde Andreas Leibold mit 38 Stimmen. Leibold bedankte sich für das Vertrauen und sagte, dass er in den letzten sechs Jahren versucht habe, den Ort Reutersbrunn als Ortssprecher im Stadtrat von Ebern würdig zu vertreten, und es sei sein Ziel, dies auch in der kommenden Wahlperiode zu tun. Hier hofft er auf die Unterstützung der Bürger, denn: "Alleine kann man nichts erreichen, wir müssen zusammenhalten und gemeinsam an einem Strick ziehen", sagte er.

Bürgermeister Jürgen Hennemann ging auf die Dorfgemeinschaft ein, die bei der Neugestaltung des Spielplatzes bewiesen habe, dass sie bereit ist, für ihren Ort etwas zu tun. Das setze sich fort am gegenwärtigen Projekt, dem Neubau eines Feuerwehrgerätehauses. Auch wenn die Finanzlage der Stadt Ebern angespannt sei, werde alles getan, was notwendig ist, versicherte er.

Hennemann warb bei der Bürgerversammlung dafür, dass der Bau von weiteren Windrädern auf dem Bretzenstein zwischen Ebern und Untermerzbach unterstützt werden sollte. Zusätzlich zu Photovoltaikanlagen sei die Windenergie für die Energiewende nötig. Er erinnerte daran, dass die Reutersbrunner, als sie geplante Windräder auf dem Tonberg in Richtung Kirchlauter ablehnten, schon immer auf den Bretzenstein als richtigen Standort für Windenergie hinwiesen. "Ich bitte euch, das auch weiterhin zu unterstützen", so das Stadtoberhaupt.

In Reutersbrunn soll laut Hennemann das Internet mit einer Leistung von mindestens 50 Megabit zur Verfügung stehen. Künftig wolle man bei Straßenbaumaßnahmen Leerrohre für Glasfaseranschlüsse legen, kündigte er an.

Angesprochen wurde, dass der Weg zum Wildkatzenpfad besser ausgeschildert werden sollte, weil Besucher immer wieder damit Probleme haben ihn zu finden. Gefordert wurde, in Reutersbrunn zwei Gefäße für Hundekot aufzustellen. Das hält der Bürgermeister nicht für realistisch. "Das haben wir auf den Anlagenring in Ebern beschränkt; es wäre nicht möglich, überall solche Behältnisse aufzustellen, weil der Bauhof mit der Leerung im gesamten Stadtgebiet überfordert wäre", sagte Hennemann. Die große Zahl der Hundebesitzer halte sich an die Regeln, aber es gebe immer welche, die sich um nichts scheren. An die könne man nur appellieren, sagte er.

Auf die Frage, ob man in Reutersbrunn für Bauwillige etwas tue, sagte der Bürgermeister, dass bereits für Bauplätze gesorgt sei und man Flächen angekauft habe, die hierfür erschlossen werden können.

Wird der "Sportplatz" in Reutersbrunn verkauft? Gemeint ist damit die Fläche, auf der früher das Schnupferfest abgehalten wurde. Ein Kaufgesuch liege vor, bestätigte Jürgen Hennemann. Allerdings sollten die Reutersbrunner entscheiden, ob sie diese Fläche nutzen möchten. Erst dann werde entschieden, versprach er.

Hinsichtlich der Frage, wie es sich mit dem Feuerwehrkonzept in Reutersbrunn verhalte, erklärte der Bürgermeister, dass dies von einer Arbeitsgruppe erarbeitet werden soll. Externe wolle man damit nicht mehr beauftragen. "Unser Ziel ist es, die Ortswehren zu erhalten, so genügend Feuerwehrkräfte und auch eine Feuerwehrführung zur Verfügung stehen", versicherte Hennemann.