Viele Radfahrer haben den neuen Weg bereits für gut befunden, jetzt fand auch die offizielle Übergabe des Radweges zwischen Prölsdorf und Falsbrunn statt. Damit sei die letzte Lücke im Radwegenetz der Gemeinde Rauhenebrach geschlossen, freute sich Bürgermeister Matthias Bäuerlein.

Er dankte allen Beteiligten, denn der Weg ist eine Gemeinschaftsleistung. Allein hätte die Gemeinde dieses Projekt nicht stemmen können. Das Staatliche Bauamt nutzte die Radwegeplanung, um auch die Staatsstraße an einer neuralgischen Stelle zu entschärfen. Indem die Straße auf einer Strecke von 600 Metern ein Stück weit Richtung Wiesengrund verlegt wurde, entfiel für die Autofahrer eine Kuppe und die Kurve wurde abgeflacht. Gleichzeitig müssen die Radler nun nicht mehr über den Hügel fahren, sondern haben nur einen leichten Anstieg.

Manfred Rott vom Staatlichen Bauamt Schweinfurt freute sich über die gelungene Maßnahme und dankte der Gemeinde für die Unterstützung vor allem beim Grunderwerb. Er betonte die zunehmende Bedeutung der Verkehrsinfrastruktur auch für Fahrradfahrer, sei es für die örtliche Bevölkerung oder für touristische Radfahrer. Die Gemeinde Rauhenebrach habe den straßenbegleitenden Radweg zwischen Falsbrunn und Prölsdorf angestrebt, weil man feststellen musste, dass die jenseits des Talgrundes verlaufende gepflasterte Flurstraße von den Radfahrern nicht angenommen wurde. So kam es den Angaben zufolge immer wieder auf der Staatsstraße zu kritischen Situationen.

Die knapp zwei Kilometer Radweg kosteten einschließlich einer Brücke über die Rauhe Ebrach rund 1,3 Millionen Euro. Der Staat unterstützt die Maßnahme mit 900 000 Euro, und vom Landkreis Haßberge kommt ein Unterhaltungszuschuss von knapp 200 000 Euro. Die Schlussrechnungen lägen allerdings noch nicht vor, sagte Bürgermeister Matthias Bäuerlein. Weil die Maßnahme ohne die bayerischen Mittel aus dem Finanzausgleich (FAG) nicht möglich gewesen wäre, freute er sich auch über die Teilnahme der beiden Stimmkreisabgeordneten Steffen Vogel (CSU) und Gerald Pittner (FW) bei der Übergabe.

Den Lückenschluss im Radwegenetz wollte Rauhenebrach eigentlich schon in diesem Jahr gebührend feiern. Das ging aber nicht. Doch "aufgeschoben ist nicht aufgehoben", erklärte Matthias Bäuerlein und kündigte für 2021 einen Radltag im Steigerwald an.