Nach Erläuterungen durch Bürgermeister Wolfram Thein (SPD) zu Beginn der Sitzung - die mit Mund- und Nase-Maske durchgeführt wurde - über die Coronalage im Landkreis und im Bereich der Marktgemeinde gab es Informationen zum Zeltplatz in Dürrenried.

Der Bürgermeister informierte darüber, dass sich der Bauausschuss dort schon mal umgesehen habe. Mittlerweile sei die Feuerstelle versetzt worden, und es seien auch zwei neue Unterstände vorhanden. Geplant ist, dort noch einiges zu tun. Der Bürgermeister berichtete, dass die Familie Bogensperger Interesse bekundet habe, dort einen pädagogischen Reitplatz oder ein Beachvolleyballfeld zu errichten und den Zeltplatz auch zu betreiben. Derzeit kümmere sich die Familie Schramm um den Zeltplatz.

"Wir als Gemeinde haben das gerne aufgenommen, ich meine aber, dass wir den Zeltplatz selber hierfür nicht zur Verfügung stellen können, da dieser anderweitig genutzt werden soll", sagte Thein. Vor Ort habe man ein Gespräch mit der Familie Bogensperger als auch mit der Familie Schramm, die sich bisher um den Zeltplatz gekümmert hat, geführt. Die Frage sei auch, wer alles so weit herrichte und wer künftiger Nutzer sein könne. "Bisher standen auf dem Zeltplatz ja auch Autos, was nicht mehr gestattet wird." Der Platz ist eingezäunt und die Zufahrt mit einer Absperrkette versehen, erläuterte Wolfram Thein.

Geprüft werde, ob ein Grundstück gegenüber des Zeltplatz für die Zwecke der Familie Bogensperger als Multifunktionsplatz genutzt werden könne. Auch müsse das bisherige Plumpsklo verschwinden und eine vernünftige Toilette errichtet werden. Ein Wasseranschluss sei schon da, aber nötig wäre nach den Worten des Bürgermeisters noch ein Strom- und Abwasseranschluss, wozu etwa auf einer Strecke von 400 Metern entsprechende Anschlüsse zu legen wären. Jetzt will man erst einmal mit dem Landratsamt vorbesprechen, ob die Ideen dort verwirklicht werden können.

Besprochen und beschlossen wurde, sich mit der Marktgemeinde Maroldsweisach an der Freizeitbuslinie Bad Rodach - Ebern mit neun Haltestellen zu beteiligen, und zwar mit maximal 3120 Euro pro Jahr. Diese Zustimmung erfolgte für den Zeitraum von drei Jahren, und der Beschluss hat nur Gültigkeit, wenn sich der Landkreis zu 50 Prozent beteiligt. "Darüber werden die anderen Gemeinden, die in Frage kommen, ebenfalls entscheiden", sagte der Bürgermeister. Fraglich sei derzeit nur noch eine Beteiligung der Gemeinde Pfarrweisach. Kurz vor Ablauf der dreijährigen Probezeit, soll erneut im Gremium beraten werden, ob sich die Marktgemeinde unter gleichen Bedingungen weiter an der Freizeitlinie beteiligen kann.

Name muss gefunden werden

Insbesondere müsse noch eine Name für diese Buslinie gefunden werden. Derzeit laufe das Projekt unter dem Namen "Bäder-Thermen-Natur-Burgen-Linie". Diese Linie soll es ermöglichen, dass Bewohner und Besucher der Region mit dem VGN bis nach Ebern, bzw. nach Bad Rodach fahren können. Mit der geplanten Linie sollen dann die verschiedenen Thermen, Burgen und Naturerlebnismöglichkeiten vernetzt werden. "Ich denke, wir sind mit der angedachten Linie auf einem guten Weg", sagte Wolfram Thein. Die Freizeitlinie soll ab 1. April 2021 jeden Samstag jeweils dreimal zwischen Bad Rodach und Ebern pendeln. Je Fahrtag fallen Kosten in Höhe von 600 Euro an, insgesamt 31 200 Euro im Jahr. Diese Kosten sollen sich die beteiligten Landkreise und Gemeinden zur Hälfte teilen.

Der Leiter der Bauverwaltung, André Grüner, ging anschließend auf die Einbeziehungssatzung für die Teilfläche Flurnummer 15 in Allertshausen ein, erläuterte das Ergebnis der Träger öffentlicher Belange und die Öffentlichkeitsbeteiligung. Der Gemeinderat beschloss sodann die Satzung hinsichtlich der betreffenden Fläche. Gemeinderat Dieter Hepp (CSU) brachte vor, dass ein Teil einer vorgesehenen Hecke unnötig wäre, weshalb man dies, so Bürgermeister Thein, berücksichtigen wolle.

Ein gleichlautender Beschluss über die Einbeziehungssatzung für die Flurnummer 46 in Ditterswind musste zurückgestellt werden. "Da hat man beim Landratsamt Haßberge noch Bedenken, und auch unser Planer steht derzeit nicht zur Verfügung", sagte André Grüner. Bürgermeister Thein wies noch darauf hin, dass erst kurzfristig drei Bauanträge eingegangen seien, die man verwaltungsmäßig an das Bauamt beim Landratsamt weiterleite.

Bürgermeister Thein berichtete, dass derzeit das Dach auf dem Nettomarkt im Neubaugebiet "Bleichäcker" entstehe und man im Zeitplan wäre. Ortssprecher Christian Vogel (CSU) aus Wasmuthausen wollte wissen, ob nur in den Orten, die in der vorherigen Sitzung genannt wurden, Defibrillatoren (Defi) aufgestellt werden sollten. Dazu sagte der Bürgermeister, dass man zunächst die betreffenden Ortschaften ausgestattet habe und nach und nach die anderen Ortschaften damit ausstatten könne.

Zweite Bürgermeisterin Heidi Müller-Gärtner (CSU) wies auf mangelnde Beleuchtung an der Mittelschule hin.

Bürgerauto

Ortssprecher Sven Scheidler aus Gückelhirn fragte nach, wie die Smart ForTwo Coupé Elektroautos, von denen auf der Homepage des Marktes zu lesen ist, eingesetzt werden können.

Bürgermeister Thein erläuterte, dass ein E-Auto von der Verwaltung genutzt werde, der andere Smart kann als Bürgerauto von allen Bürgern des Marktes und auch von außerhalb wohnenden Personen für 0,40 Euro pro Kilometer gemietet werden.