In Maroldsweisach geht Richtung Allertshausen derzeit nichts mehr. Bereits an der Einmündung der Staatsstraße 2284 in die B 279 in Maroldsweisach ist alles dicht. Grund: Die Fahrbahn dort wird erneuert, Umleitungen müssen in Kauf genommen werden.

Bürgermeister Wolfram The in (SPD) gab bei der Sitzung des Marktgemeinderates am Montagabend im Saal der Gaststätte Hartleb bekannt, dass das Staatliche Bauamt Schweinfurt auf die Gemeinde zugekommen sei mit der Frage, ob im Zuge des Ausbaus der Staatsstraße 2284 nicht auch die Gehwege mit Bordsteinen im Bereich der Gemeinde erneuert werden sollten.

Kosten werden nicht umgelegt

"Zunächst war nur daran gedacht, die Bordsteine teilweise mit auszubessern, aber bei einer Begehung wurde festgestellt, dass es Sinn macht, den gesamten Gehweg mit zu erneuern", sagte der Bürgermeister. Hierbei wäre es auch angebracht, den Lückenschluss bis hin zur Meininger Straße zu vollziehen und mit einem Gehweg zu versehen. Für den Ausbau von Gehwegen ist die Gemeinde zuständig, sagte Thein, 50 000 Euro stünden dafür im laufenden Haushalt bereit. Allerdings ist die Maßnahme mit kompletter Erneuerung des Gehweges und dem Lückenschluss teurer, so um 54 000 Euro. Deshalb müsse dieser Betrag im kommenden Haushalt eingestellt werden. "Dann sollte es dort für die kommenden 25 Jahre gut sein", so Thein.

Die Kosten können nicht auf die Anlieger umgelegt werden, sagte er auf Vorhalt von Dieter Hepp (CSU). Der Leiter des Bauamtes, André Grüner, sagte, dass ein Eigentümer im betreffenden Bereich über den geplanten Lückenschluss "nicht erfreut" sei, wohl auch, weil der Bau des Gehweges mit einer Räum- und Streupflicht einher gehe. Angesprochen wurde in diesem Zusammenhang von Dieter Hepp, ob nicht die Gemeinde den Gehweg in diesem Bereich räumen könne. Dagegen sprachen sich der Bürgermeister und Grüner aus, um nicht einen Präzedenzfall zu schaffen. Beschlossen wurde sodann, dass die Erneuerung des Gehweges und der Lückenschluss bis zur Meininger Straße erfolgen soll.

Keine Infoveranstaltungen

Eine Diskussion löste das weitere Vorgehen hinsichtlich beantragter Freiflächenphotovoltaikanlagen, speziell im Bereich der Ortschaften Eckartshausen und Allertshausen, aus. "Wir haben das Problem, dass wir gegenwärtig keine Präsenzveranstaltungen zur Information unserer Bürgerinnen und Bürger abhalten können", sagte Bürgermeister Thein. Geplant sei von Antragstellern gewesen, diese virtuell abzuhalten, was die Gemeinde ablehnte, weil so nicht alle erreicht werden könnten. Jetzt habe man Info-Flyer an die Haushalte verteilt mit dem Hinweis, dass man sich bei Fragen an die Antragsteller und an die Gemeinde wenden könne.

Gemeinderat Martin Schramm (FWG) hätte am liebsten das Thema vom Tisch, bis wieder Präsenzveranstaltungen möglich sind. "Wir sollten das nicht einfach so schnell durchbügeln, gerade bei den Problemfällen in Eckartshausen und in Allertshausen", sagte er. Gegen das "Durchbügeln" verwehrte sich Thein. "Wir holen uns ja ein Meinungsbild unserer Bürger ein und auch die Planer wollen Sicherheit. Wegen Corona kann doch nicht alles still stehen, wir müssen weiter arbeiten und da halt kreativ sein", sagte er. Auch werde vor dem Aufstellungsbeschluss die Meinung der Bürger eingeholt.

Gemeinderätin Ramona Schrapel (FWE) wollte sogar nicht nur die Bürgerinnen und Bürger der betroffenen Ortschaften in die Meinungsbildung mit einbeziehen, sondern wegen der Größe der Photovoltaikanlagen auch Bürger drum rum, die es auch betreffe. Schließlich einigte man sich darauf, die Resonanz abzuwarten, die im Ratsinformations-System eingesehen werden könne, um jederzeit entsprechend reagieren zu können.

Marktgemeinderat in Kürze

Der Gemeinderat bekundete sein Interesse an der Teilnahme am Netzwerk der Gesellschaft zur Umsetzung erneuerbarer Technologieprojekte (GUT). "Es geht um die Installation eines Klimaschutznetzwerkes", sagte der Bürgermeister. Der Anteil für die Gemeinde mit zwei Stimmrechten sei überschaubar. Im Jahr 2020 würden hier Kosten von 600 Euro entstehen und für 2021 zweimal 240 Euro. Der Bürgermeister wurde beauftragt, sich mit der GUT in Verbindung zu setzen.

Beschlossen wurde, die Jahresabschlusssitzung am 7. Dezember abzuhalten, allerdings anders als in den Vorjahren. Ehrungen, wie sie bisher in der Sitzung erfolgten, sollen außerhalb der Sitzung in kleinen Gruppen vorgenommen werden.

Bauamtsleiter André Grüner erläuterte Bauanträge im Gewerbegebiet Allertshausen, An der Windmühle 3, zur Errichtung eines Einfamilienwohnhauses als Hausmeisterwohnung und den Neubau für ein Einfamilienwohnhaus in Altenstein, Am Erlach 3. Der Gemeinderat erteilte sein Einvernehmen.