Digitale Möglichkeiten zu nutzen, diesen Weg geht die Stadt Eltmann konsequent weiter. Bürgermeister Michael Ziegler (CSU) informierte die Stadtratsmitglieder in der Sitzung am Mittwochabend darüber, dass der virtuelle Rundgang über die Wallburg fertiggestellt ist. Zudem diskutierten die Mitglieder des Gremiums den Antrag von Wolfgang Stapf, die Stadtinformationen künftig auch auf Facebook und Instagram zu transportieren.

Neben dem gedruckten Amtsblatt und der Homepage bietet die Stadt Eltmann ihre Informationen für die Bevölkerung auch über den Kanal "Telegram" an. Die dazugehörige App kann sich jedermann kostenlos auf sein Smartphone laden und ist dann auch mit kurzfristigen Informationen versorgt. Das kann beispielsweise bei einem Wasserrohrbruch zahlreiche Anrufe im Rathaus vermeiden.

Dieses Angebot werde rege genutzt, konnte Bürgermeister Michael Ziegler berichten. Im November 2019 wurde der Informationskanal freigeschaltet. Rund 200 Nutzer lesen die Informationen regelmäßig. Das sieht auch Stadtrat Stapf so, er würde das Angebot aber gerne auf Facebook und Instagram erweitern. Das Anliegen stieß im Rathaus grundsätzlich auf offene Ohren. Michael Ziegler schätzt den Zeitaufwand als nicht größer ein als für Telegram.

In der Diskussion wurde die Problematik angesprochen, dass sich unter Facebook-Posts gerne Diskussionen entwickeln, die problematisch sind. Und dass dann auch schnell reagiert werden muss. Wolfgang Stapf ergänzte dazu, dass er die Auftritte als reine Informationskanäle gedacht habe - ohne Kommentar-Funktion. Der Weg ins Rathaus sei weiterhin die Mail oder der Anruf. Im anderen Fall wäre der personelle Zeitaufwand kaum kalkulierbar, ist auch er überzeugt. Joachim Stark hatte dennoch Bedenken wegen der aktuell etwas dünnen Personaldecke im Rathaus. Mit 15 Ja-Stimmen wurde schließlich beschlossen, die Außendarstellung der Stadt Eltmann auf die Social-Media-Kanäle Facebook und Instagram zu erweitern.

Digital erschlossen ist jetzt auch die Wallburg. Mit finanzieller Unterstützung des Amts für Ländliche Entwicklung wurde ein virtueller Rundgang mit vielen spannenden Informationen über die Wallburg erstellt. Am Wallburgturm und an den Informationstafeln findet sich der dazugehörige QR-Code. Wer den scannt, kann den virtuellen Rundgang beginnen und in die Vergangenheit reisen, als hier nicht nur ein Turm, sondern das Castellum Altimoin stand.

Eingangs der Sitzung wurde der Ortssprecher für Eschenbach, Alexander Moros, durch den Bürgermeister vereidigt. Er komplettiert das Stadtratsgremium, das in dieser Amtszeit aus 20 Stadträten sowie einem Ortssprecher besteht.

Stärker in den dazugehörigen Kommunen verankert werden soll die "ILE Lebensregion plus". Deshalb wurde eine Vertreterversammlung installiert, in der aus jeder zugehörigen Kommune Mandatsträger an geplanten Projekten arbeiten. Die vier Vertreter der Stadt Eltmann wurden am Mittwoch benannt. Es sind Herbert Nölscher, Josef Scheller, Aloysius Böhnlein und Julia Müller.

Die Abkürzung ILE steht für Integrierte Ländliche Entwicklung und bedeutet auch die Kooperation von Städten und Gemeinden miteinander. In der "Lebensregion plus" haben sich zehn Kommunen im südlichen Landkreis zusammengeschlossen. Das sind Eltmann, Knetzgau, Sand, Rauhenebrach, Oberaurach, Zeil, Ebelsbach, Stettfeld, Kirchlauter und Breitbrunn.