Markus Söders Idee, Kreuze als sichtbare Zeichen der Verhaftung im christlichen Glauben auch in öffentlichen Amtsbereichen anzubringen, rief vor einigen Wochen ein großes Medienecho hervor. Seit 1. Juni ist es für die staatlichen Einrichtungen in Bayern Pflicht, ein Kreuz aufgehängt zu haben.

Ganz dezent spricht das Kreuz, das man im Landratsamt Haßberge im Wartesaal der Zulassungsstelle in Haßfurt aufgehängt hat, für sich: Das Eine-Welt-Kreuz symbolisiert Menschlichkeit, Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft. Keine Spur von Abschottung, die der Christsoziale-Frontmann Horst Seehofer in seinem Gegenkurs zu Kanzlerin Angela Merkel aktuell vertritt und sogar mit seiner Rücktrittsandrohung durchsetzen will.


Schon immer da


Für die kleinen Städte und Gemeinden ist es Ermessenssache. Im Landkreis Haßberge ist es, wie eine Umfrage ergibt, "kein Thema". Denn hier hängen die Kruzifixe und Kreuze in den Amtsstuben quasi schon immer. Vielfach haben Mitarbeiter auch ein eigenes Kreuz mitgebracht und aufgehängt, weil es ihnen etwas bedeutet.

So wie der Oberauracher Bürgermeister. Wenn er am Schreibtisch sitzt, fällt sein Blick automatisch immer wieder einmal auf ein kleines Bronzekreuz. Das hat ihm ein junger afrikanischer Priester einmal geschenkt. Sechser ist mit ihm befreundet. Inzwischen ist Andre Gueye der dritte Bischof in der senegalesischen 310 000-Einwohner-Stadt Thies.

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