Nur noch 14 Mitglieder hat der Gemeinderat Rauhenebrach, der sich am Dienstagabend zu seiner konstituierenden Sitzung traf - erneut in der Aula der Schule, um den nötigen Abstand zu wahren. Die Zahl der Räte ist gesunken, weil sich die Einwohnerzahl reduziert hat. Sechs neue Gemeinderatsmitglieder wurden vereidigt, das Bürgermeisterteam bleibt unverändert. Dem im Amt bestätigten Bürgermeister Matthias Bäuerlein (FW) stehen als Stellvertreter Alfred Bauer (CSU) und Alexander Hoppert (WG Fürnbach) zur Seite.

Bürgermeister Matthias Bäuerlein lud zur vertrauensvollen Zusammenarbeit ein. Ausführlich erklärten er und Heike Pfrang als Geschäftsführerin der Verwaltung die vielen Regularien, die in einer konstituierenden Sitzung und auch noch in der nachfolgenden Gemeinderatssitzung abgearbeitet werden müssen. So nahm auch der Gemeinderat Rauhenebrach zunächst die bisherige Geschäftsordnung an. Bis zur nächsten Sitzung am 19. Mai können Anpassungen und Veränderungen vorgeschlagen werden; dann gibt sich der Gemeinderat eine neue Geschäftsordnung. Darin festgelegt sind beispielsweise die Ausschüsse, deren Besetzung ebenfalls am 18. Mai auf der Tagesordnung steht. Voraussichtlich werden sich die verschiedenen Ortslisten wieder zu einer Ausschussgemeinschaft zusammenschließen, dann stünden CSU, Freier Wählerschaft und der Ausschussgemeinschaft jeweils zwei Sitze in jedem der Ausschüsse zu; der Rechnungsprüfungsausschuss hat nur fünf Sitze.

Zuvor mussten allerdings die neuen Gemeinderatsmitglieder vereidigt werden. Das sind Jonas Bäuerlein (FW), Robert Brühl (Prölsdorfer Liste), Petra Diener (WG Koppenwind), Matthias Dösch (Wustvieler Liste), Markus Marschall (FW) und Erwin Weininger (CSU).

Bei der Beschlussfassung über die Anzahl der Bürgermeister-Stellvertreter gab es vier Gemeinderatsmitglieder, die eine Reduzierung auf einen Stellvertreter favorisierten, wenn schon das Gremium kleiner wurde. Das kleinere Gremium ändere aber nichts am Zeitaufwand für die Bürgermeister-Stellvertretung, erklärte dazu Matthias Bäuerlein und die Mehrheit des Gemeinderates schloss sich dieser Auffassung an. Zur Wahl des Zweiten Bürgermeisters wurden mit Olaf Ernst und Alfred Bauer zwei Kandidaten aus der CSU-Fraktion vorgeschlagen. Die Wahl fiel mit 10:5 Stimmen auf den bisherigen Zweiten Bürgermeister Alfred Bauer. Unumstritten war die Wahl von Alexander Hoppert zum Dritten Bürgermeister. 13 Stimmen bestätigten ihn im Amt, zwei Stimmzettel waren ungültig. Er forderte das neue Gremium auf, gemeinsam möglichst viele der im Wahlkampf intensiv behandelten Themen umzusetzen.

Das Gremium könnte noch etwas anwachsen, denn für Karbach/Fabrikschleichach und Obersteinbach könnten auf Antrag der jeweiligen Bevölkerung Ortssprecher gewählt werden, Spielhof und Schindelsee könnten Vertrauensleute in den Gemeinderat entsenden. Dazu braucht es aber zunächst einen Antrag von einem Drittel der Ortsbevölkerung. "Und dann müssen wir sehen, wann wir die Ortsversammlungen zur Wahl der jeweiligen Vertreter abhalten können", erklärte Bürgermeister Matthias Bäuerlein.

Abschließend informierte er auf Anfrage noch, dass der Baubeginn für die Sanierung der Obersteinbacher Straße in Untersteinbach für den 18. Mai vorgesehen ist. Hier steht ein Vollausbau der Straße an; vorher werden Kanal und Wasserleitung erneuert.