In Unterpreppach ist wohl der schönste und urigste Spielplatz in weiterer Umgebung. Nicht nur Familien mit Kindern aus Unterpreppach oder aus dem Stadtgebiet von Ebern kommen, auch Familien aus benachbarten Landkreisen. Häufig sind dort Autos mit Bamberger und Coburger Kennzeichen zu sehen. Die Unterpreppacher sind stolz auf ihren Spielplatz, da sie viel Eigenleistung eingebracht haben.

"Ein Hund enttäuscht dich nie." Dieser Satz ist wohl berechtigt, denn die Vierbeiner sind - gut und artgerecht gehalten - wahrlich treue Seelen. Allerdings sind manche von den Besitzern der Tiere enttäuscht, wie derzeit in Unterpreppach. Warum? Manche Hundehalter entsorgen den Kot ihrer Lieblinge nicht sachgemäß, sondern nutzen den Abfalleimer am Buswartehäuschen nahe des Spielplatzes als "Entsorgungsanlage", nach dem Motto: "Jemand wird die Fäkalien schon entsorgen."

Das machen auch Bedienstete des Bauhofes von Ebern in gewissen Abständen. Allerdings in letzter Zeit nicht, da der Spielplatz, wie viele andere auch, wegen der Corona-Epidemie gesperrt war.

Haben sich deshalb in dem betreffenden Abfalleimer Tütchen mit Hundekot angesammelt? Jedenfalls ist das einer Frau aus dem Dorf aufgefallen, die ob dieses Handelns recht erbost ist und sich an unsere Zeitung wandte. "30 solcher Beutel habe ich dort gesehen, rausgenommen und zu Hause ordentlich entsorgt", sagt die Frau, die namentlich nicht genannt werden möchte. Um auf diesen Umstand aufmerksam zu machen, hat sie an dem Abfallkorb ein Schild angebracht mit der unmissverständlichen Aufschrift: "Hundescheiße mit nach Hause."

Das ging wohl denjenigen, die mit ihren Hunden Verursacher der nicht vorschriftsmäßigen Entsorgung am Abfallkorb waren, die "Nase hoch." Denn kurze Zeit später war ein weiteres Schild mit folgender Aufschrift angebracht: "Sei (d) froh, dass wir es in den Abfall schmeißen und nicht liegen lassen."

Das mag wohl richtig sein, so besteht wenigstens nicht die Gefahr in die "Tretminen" zu laufen, aber eine solche Entsorgung des Hundekots ist auf keinen Fall zulässig. Das sollten sich die Verursacher auch deswegen zu Herzen nehmen, da im Buswartehäuschen zu normalem Schulbetrieb täglich Kinder, auch kleinere, warten und auch tagsüber dort häufig aufhalten. Kinder sind neugierig und "untersuchen" möglicher Weise den Inhalt der Tüten, was eventuell gesundheitliche Gefahren in sich bergen kann.

Spielplätze und deren Umfeld sind sauber zu halten. Das ist in Paragraf 4 der Satzung der Stadt Ebern über die Benutzung der öffentlichen Grünanlagen (Grünanlagensatzung) geregelt. Es ist untersagt, Hunde auf Kinderspielplätzen, abgegrenzten Bolzplätzen, Brunnenanlagen, auf Liegewiesen und in Pflanzbeeten mitzuführen. Dies gilt auch für den näheren Umgriff der genannten Bereiche. Unter anderem ist es nach dieser Satzung auch verboten, Grünanlagen durch Hunde zu verunreinigen. So sind Hundebesitzer verpflichtet, den Kot ihrer Vierbeiner umgehend zu entfernen und ordnungsgemäß zu entsorgen, aber eben nicht so, wie aktuell am Spielplatz.

Kommentar voon Helmut Will: Tiere können nichts dafür

Liebe Besitzer von Zamperln: Zieht nicht die Wut auf euch und eure Tiere, die schon gar nichts dazu können, indem ihr deren Kot in der geschilderten Weise unzulässig entsorgt. Führt entsprechende Tütchen mit, nehmt, wie es vorgesehen ist, die Fäkalien mit nach Hause und entsorgt sie dort in euren eigenen Mülltonnen. Es wäre schade, wenn wegen Uneinsichtigkeit einiger weniger der Spielplatz in Unterpreppach bzw. dessen Umfeld Grund eines Zankapfels und der Ärger dadurch auf die treuen Vierbeiner projeziert würde. Achtet auch darauf, wie in der Satzung weiter festgelegt, dass Hunde nicht mit auf den Spielplatz genommen werden dürfen und dass sie beim Gassi gehen angeleint sind. Vielleicht sollte die Stadtverwaltung auch darüber nachdenken und einen entsprechenden Behälter für Hundekot etwas abseits des Spielplatzes anbringen.