In der jüngsten Sitzung des Heßdorfer Gemeinderats gab es eine Diskussion beim Nachtragsangebot der Firma Moreth zu den Garderoben der sanierten Kita in Hannberg. Die Kinder hätten Probleme, an ihre Mützen zu kommen, da sie die Mützenablagen nicht einsehen können. Eine tiefere Montage sei nicht möglich, da dann die Gefahr bestehe, dass sich die Kinder stoßen. Stattdessen sollen Durchgriffsöffnungen in die Fronten gefräst werden. Die Gesamtkosten würden knapp 8000 Euro betragen und die gesamte Auftragssumme auf rund 192 000 Euro erhöhen. Aus dem Gremium kam Kritik an der Höhe. Dann bleibe halt mal eine Mütze liegen, wurde geäußert.

Die Genehmigung des siebten Nachtrages der Firma Lukas für zusätzlichen Reinigungsaufwand des Sanitärcontainers auf der Baustelle in Hannberg wurde ebenfalls kritisiert. Aufgrund der geforderten Hygienemaßnahmen wegen des Coronavirus muss pro Woche eine zusätzliche Reinigung der Sanitärcontainer erfolgen. Der Fäkalientank müsse aufgrund der höheren Frequentierung (öfters Händewaschen) alle zwei Wochen entleert und wöchentlich mit zusätzlichem Verbrauchsmaterial ausgestattet werden.

Die Kostenzusammenstellung beläuft sich bei einer 40-wöchigen Laufzeit auf insgesamt 26 500 Euro brutto. Der Einheitspreis pro Woche betrage 555 Euro netto und abgerechnet wird nach Wochen. "Die Pandemie haben wir seit März und jetzt kommt die Firma mit einem Nachtrag", schimpfte Oliver Schüßler (CSU), dem vor allem die 40-wöchige Laufzeit sauer aufstieß. Schließlich solle die Baumaßnahme Ende des Jahres abgeschlossen sein und der Container werde wieder abgebaut. Bürgermeister Horst Rehder (BB) wurde beauftragt, mit der Firma Kontakt aufzunehmen und dem Gemeinderat Bericht zu erstatten.

Auch eine weitere Nachtragsposition der Firma Lukas für die Entsorgung von gelagerten, nicht mehr verwendbaren Pflastersteinen erregte Unmut. Dabei handelt es sich um 80 Quadratmeter Pflaster, und die Firma möchte 33,20 Euro Entsorgungskosten pro Quadratmeter berechnen. Dem stimmte der Gemeinderat nicht zu, weshalb Verwaltung und Bürgermeister nun ein Problem haben, denn die Pflastersteine sind bereits abgefahren. sae