Die Ortszufahrt von Buch, aus Richtung Lichtenstein, soll sicherer werden. Deshalb plant der Landkreis auf der Kreisstraße Has 54 am Ortseingang geschwindigkeitshemmende Maßnahmen. Damit ist der Gemeinderat von Untermerzbach teilweise allerdings nicht einverstanden, wie in der Ratssitzung am Montag deutlich wurde.

Bei der Sitzung des Bauausschusses hatte Bürgermeister Helmut Dietz (SPD) zuvor informiert, dass sich am Ortseingang von Buch etwas ändern solle. "Damals war der Wissensstand, dass die Kostenübernahme durch den Landkreis Haßberge erfolgt", sagte der Bürgermeister. Wie er in der Sitzung am Montagabend mitteilte, ist am Ortseingang ein Fahrbahnteiler geplant, der zur Minderung der Geschwindigkeit beitragen soll. Die Kosten hierfür belaufen sich laut Dietz auf etwa 60 000 Euro, die von der Gemeinde zu 100 Prozent übernommen werden sollen. Darauf habe die Gemeinde bereits mit einer Stellungnahme an das Landratsamt reagiert.

Der Fahrbahnteiler ist mit jeweils 3,5 Meter breiten Fahrspuren geplant. "Ob bei dieser Durchfahrtsbreite der beabsichtigte Effekt einer Geschwindigkeitsminderung von Pkw gegeben ist, ist meiner Meinung nach fraglich", sagte Helmut Dietz. Er verwies darauf, dass bei zurückliegenden Projekten Fahrbahnteiler nicht realisiert wurden, da breite Durchfahrtsspuren den Pkw-Verkehr mit Blick auf eine Temporeduzierung allgemein nicht beeinflussen. "Bestes Beispiel hierfür ist der Fahrbahnteiler mit Fußgängerüberquerungshilfe an der Ortseinfahrt von Memmelsdorf, aus Richtung Untermerzbach kommend", sagte Dietz.

Der Gemeinderat sprach sich gegen den geplanten Fahrbahnteiler aus, da dieser etwa 50 Meter vor dem Ortseingang entstehen soll und man nachher wieder beschleunigen könnte, so dass der Sinn, die Geschwindigkeit am Ortseingang zu mindern, fraglich sei. Hinsichtlich der Gehwegsituation auf der linken Seite ortseinwärts zum Friedhof ist eine Stützmauer notwendig, wobei die Kosten zusammen mit dem Gehweg anteilig die Gemeinde tragen muss. Das wurde vom Gremium befürwortet. Für die Stützwand gibt es einen Zuschuss von 50 Prozent; den Rest müssen Landkreis und Gemeinde anteilig je zur Hälfte aufbringen. Für die Gemeinde entstehen hier anteilige Kosten in Höhe von etwa 25 000 Euro.

Schnelles Internet

Der Breitbandausbau in Untermerzbach geht weiter. Mit Hilfe von Fachleuten will die Gemeinde auf der sicheren Seite sein, wie der Bürgermeister Helmut Dietz (SPD) sagte. Seit März 2020 gibt es das Gigabit-Förderprogramm des Freistaates Bayern, wonach nur noch Glasfaseranschlüsse bis ins Haus gefördert werden. Das bedeutet nach den Worten des Bürgermeisters, dass ein neues Netz für Glasfaser aufgebaut werden müsse. "Mit der neuen Förderung muss eine neue Strategie für den hausgenauen Anschluss erarbeitet werden", so Dietz. Um hier nichts zu verpassen oder zu übersehen, sollte man sich Unterstützung von Fachleuten holen, "die uns durch den Wust der Förderrichtlinien führen", sagte das Gemeindeoberhaupt. Mit einem Büro habe man in der Vergangenheit gute Erfahrungen gemacht, die Beratungen seien detailliert erfolgt, die Unterstützung sei professionell gewesen.

Deshalb wohnte Siegbert Reuther vom Büro Reuther Net-Consulting der Sitzung bei. Er stellte das neue Förderprogramm vor. Das Gremium beschloss, auf dem Weg des vorgestellten Förderprogramms weiterzugehen, und beauftragte das Büro mit der entsprechenden Unterstützung. Hierfür werden 5800 Euro fällig.

Neue Tragkraftspritze

Von der Feuerwehr Memmelsdorf lag ein Antrag auf Beschaffung einer neuen Tragkraftspritze vor. Wie der Bürgermeister sagte, ist die alte Tragkraftspritze aus dem Jahr 1989 in die Jahre gekommen. Es lägen Ölverluste vor, und das Startverhalten lasse zu wünschen übrig. Eine Reparatur würde unverhältnismäßig hohe Kosten nach sich ziehen. Da Memmelsdorf zudem ein neues Feuerwehrauto bekommt, müsste die alte Spritze auch den neuen Gegebenheiten angepasst werden. Deshalb sprach sich der Gemeinderat für die Anschaffung einer neuen Tragkraftspritze aus. Genaue Kosten liegen noch nicht vor. Es wird erst einmal ein Förderantrag gestellt; die verbleibenden Kosten für die Gemeinde wurden auf etwa 10 000 Euro geschätzt.

Für die Aussegnungshalle in Gereuth wurden die Schreinerarbeiten an eine Firma aus Untermerzbach vergeben.

Gemeinderat Gerald Karl (Bürgerblock, FWG) teilte mit, dass durch die Verkehrsbeschränkungen, die vor einiger Zeit im Hambach vorgenommen wurden, vermehrt Motorräder durch Wüstenwelsberg fahren. Er beantragte, dort die gemeindeeigene Geschwindigkeitsmessanlage aufzustellen.