Nach 42 Jahren bei der Arbeiterwohlfahrt ist Geschäftsführerin Elisabeth Weith in den Ruhestand verabschiedet worden. Kreisvorsitzende Inge Aures blickte bei der Feier in der "Spinnstube" auf ein erfolgreiches Leben von Weith mit der Awo zurück. Weith entschied sich nach einem Praktikum bei der Awo für ein Studium der Sozialpädagogik und übernahm 1989 die Leitung der Heilpädagogischen Tagesstätte in der Hannes-Strehly-Straße. Wie Aures aufzeigte, entwickelte Weith mit der Schulleitung der Sondervolksschule für lernbehinderte und geistig behinderte Kinder neue Konzeptionen, die dann teilweise von der Schulabteilung der Regierung von Oberfranken übernommen und an anderen Sondervolksschulen in Oberfranken übertragen wurden. Ab 1984 übernahm Weith auch die verantwortliche Leitung des Sieben-Tage-Internats am Rehberg. Wenige Jahre später wirkte sie bei der Konzeption sowie Planung eines Wohn- und Pflegeheims für geistig schwerbehindere Erwachsene mit Förderstätte mit. 1993 konnte diese Einrichtung ihrer Bestimmung übergeben werden.

"Die positive Entwicklung des Kreisverbandes der Awo, die Schaffung neuer Einrichtungen, die ständig steigenden Zahlen an Mitarbeitern, machten eine neue Struktur in der Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Geschäftsleitung notwendig", sagte Aures.

1999 wurde Weith als Referentin für pädagogische Einrichtungen und als stellvertretende Geschäftsführerin eingesetzt. Es folgten das "Fantasia-Haus" des Kindes mit der ersten Kinderkrippe Kulmbachs und die Kinderkrippe "Krümelkiste" in der Frankenleite, der Kinderhort der Blaich, die Schulsozialarbeit in Mainleus und Kulmbach, Mittagsbetreuungen an verschiedenen Schulen sowie soziales Kompetenztraining. Elisabeth Weith initiierte zudem ein "Open Air" auf dem Gelände der Sonderschule, "Pro Viele" als Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche, den "Familienentlastenden Dienst" und einen Betreuungsverein.

Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit war die Initiierung und Einführung eines Qualitätsmanagement-Systems für alle pädagogischen Einrichtungen und die Zertifizierung von Fachpersonal. Von 2005 bis 2008 absolvierte Weith das berufsbegleitende Studium "Sozial-Management". Ein besonderes Anliegen war ihr, auch im Awo-Kreisverband ein Kreisjugendwerk zu gründen. Und mit der Übernahme der Mathilde-Trendel-Stiftung am Rehbergheim von der Stadt Kulmbach, wurde Weith Geschäftsführerin dieser Stiftung. Es folgte die Gründung eines Awo-Kinderhilfswerks. Das letzte große Projekt von Weith war die Planung, Konzeptionierung und Mittelbeschaffung für eine gastronomische Integrationsfirma in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Mainleus in Hornschuchhausen. Rei.