Der "Tag der offenen Gartentür" wird in diesem Jahr nach einer zweijährigen Coronapause in Zusammenarbeit vom Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Kulmbach, dem örtlichen Gartenbau- und Ortsverschönerungsverein und der Gemeinde Neuenmarkt am Sonntag, den 26. Juni, von 10 bis 17 Uhr in Neuenmarkt und Hegnabrunn ausgerichtet. Vorab hatte Bürgermeister Alexander Wunderlich (CSU) zu einem Pressegespräch ins Rathaus eingeladen. Mit dabei waren Kreisvorsitzender Günter Reif, Kreisfachberaterin Anna Lena Neubig und Vorsitzende Margitte Kastner.

Im Jahr 2000 wurde der "Tag der offenen Gartentür" erstmals bayernweit durchgeführt und hat aufgrund einer Initiative des Landesverbandes seit 2004 über die bayerischen Landesgrenzen hinaus Verbreitung gefunden. So beteiligen sich auch in diesem Jahr Gärten in ganz Deutschland an dieser Aktion. Im Rahmen der Veranstaltung öffnen sich, wie Kreisvorsitzender Günter Reif feststellte, beispielhafte private Gärten einem interessierten Publikum. Neben vielen Anregungen bietet sich dabei auch die Gelegenheit zum Gedankenaustausch unter Fachleuten, die in den vergangenen Jahren gerne genutzt wurde. Hierzu ist, wie Vorsitzende Margitte Kastner erklärte, jede Gartenfreundin und jeder Gartenfreund herzlich eingeladen ist.

"Super Aktion"

Bürgermeister Alexander Wunderlich bezeichnete den "Tag der offenen Gartentür" als eine "super Aktion", die von der Gemeinde Neuenmarkt auch gerne unterstützt werde. So wird an dem Sonntag der Gemeindesaal und auch der Gemeindegarten für den örtlichen Ortsverschönerungs- und Gartenbauverein für die Bewirtung der sicherlich zahlreichen Gäste zur Verfügung stehen. Und auch sonst werden die Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofes alles unternehmen, um die öffentlichen Grünanlagen und Spielplätze in den nächsten Wochen auf Vordermann zu bringen, damit sich Neuenmarkt von seiner besten Seite präsentiert. Kreisvorsitzender Günter Reif bedauerte, dass die Aktivitäten der Ortsverschönerungs- und Gartenbauvereine mit der Corona-Pandemie etwas eingeschlafen sind, umso erfreulicher ist es jetzt, dass sich die Neuenmarkter "Gartler" kurzfristig bereiterklärt haben, den "Tag der offenen Gartentür" auszurichten, denn eigentlich wäre Neudrossenfeld an der Reihe gewesen. Wie Kreisvorsitzender Reif ausführte, läuft so eine Veranstaltung mit einem Vorlauf von einem guten halben Jahr: "Im Oktober werden normalerweise die Gärten angeschaut, das haben wir jetzt aber ad hoc gemacht und da bin ich der Vorsitzenden Margitte Kastner sehr dankbar, dass sie mit ihrem Verein eingesprungen ist. Es sind sehr unterschiedliche Gärten dabei." Auch für Vorsitzende Margitte Kastner war die Aufgabe, entsprechende Gärten zu benennen, die für diesen Tag infrage kommen, alles andere als einfach: "Die ersten Gartenbesitzer, die ich angerufen habe, lehnten ab, dabei auch mit dem Hinweis auf die nach wie vor anhaltende Corona-Pandemie."

Sieben Teilnehmer

Am Ende wurden aber trotzdem sieben private Gärten in Neuenmarkt und Hegnabrunn ausgewählt, die sich für den "Tag der offenen Gartentür" den Gartenliebhabern öffnen werden. Für die auswärtigen Gäste kann der Parkplatz am Gelände des Deutschen Dampflokomotivmuseums genutzt werden und am Gemeindesaal bekommen sie das Faltblatt ausgehändigt, in dem die Gärten dargestellt werden. Kreisvorsitzender Günter Reif: "Wir wollen keine Fahrzeugkolonnen zu den Gärten führen, sondern sie sollen möglichst fußläufig erreicht werden." Dass mit dem kurzen Vorlauf die anderen Gärten im Gemeindebereich vielleicht nicht so "herausgeputzt" werden, nimmt Reif in Kauf.

Kreisfachberaterin Anna Lena Neubig ist das erste Mal dabei, und sie freut sich auf den Tag: "Ich finde, zu jedem Garten gehört auch eine Geschichte, und das ist ein Bewohner da, der den Garten auch nutzt. Es ist auch schön, wenn der Garten zu dem Besitzer passt und sich seine Persönlichkeit irgendwie in dem Garten widerspiegelt." Was das Ortsbild in der Gemeinde Neuenmarkt angeht, kündigte Wunderlich die Einführung von Patenschaften an, die sich um Grüninseln in der Gemeinde künftig kümmern sollen und damit die Arbeit des Bauhofes sowie des Ortsverschönerungs- und Gartenbauvereins entlasten.