Ohne Abschlussgottesdienst wollte die Klasse 6a der Mittelschule Eltmann dieses besondere Schuljahr nicht beenden.

Die Klasse wird von Alexan-dra Brasch im Schulhaus Tros-senfurt unterrichtet und nimmt normalerweise am Abschlussgottesdienst der Grundschule teil. In der Jakobus-Kirche in Trossenfurt finden derzeit aber nur rund 30 Gläubige Platz, und deshalb suchten die Schüler und die Lehrerin nach einer Lösung.

In Gedanken

"Ein Gespräch mit dem lieben Gott und ein paar abschließende Gedanken gerade zum turbulenten Corona-Schuljahr wollte sich die Klasse nicht nehmen lassen", so Lehrerin Alexandra Brasch im Gespräch mit unserer Redaktion. "Zum Glück gibt es in Trossenfurt die wunderhübsche Kapelle am Ortsrand Richtung Hummelmarter", erklärte die Pädagogin.

In zwei Gruppen, weil die Klasse derzeit halbiert unterrichtet wird, machten sich die Buben und Mädchen also auf den Weg "im Gänsemarsch mit zwei Metern Abstand", um dann einen ganz besonderen "Abschlussgottesdienst" zu erleben. Ein besonderer Moment war, als jeder Schüler alleine einige Zeit in der Kapelle verbrachte, um seine persönlichen Gedanken im Gebet vorzutragen, teils auch kniend vor dem kleinen Altar.

"Es war ein sehr bewegender und emotionaler Moment, vielleicht sogar intensiver als in einer großen Gruppe in einem großen Gotteshaus", berichtet Alexandra Brasch. sw