Unter dem Zusammenschluss "Eure Kulmbacher Landwirte" machen Bauern entlang des Radweges durch das Maintal zwischen Mainleus und Rothwind auf eine Symbiose zwischen nachhaltiger Landwirtschaft und Lebensräumen wie Hecken, dem Flussufer oder Feldrainen aufmerksam.

Wie Stefan Seidel als Sprecher der Landwirte erklärte, will man die Spaziergänger und Radfahrer für die heimische Landwirtschaft nicht nur neugierig machen, sondern auch sensibilisieren: "Die von den regionalen Landwirten angebauten Kulturpflanzen sind direkte und indirekte Grundlage für viele Lebensmittel, die in den Familien täglich konsumiert werden." Wie der Hafer für die Haferflocken, der Raps als Grundlage für Rapsöl, Mais als wichtiges Futtermittel für die Milchkühe und damit Basis für die meisten Milchprodukte. Seidel weiter: "Die Liste ist lang und nahezu endlos fortzuführen. Das gegenseitige Verständnis für unsere Landwirtschaft ist enorm wichtig. Für uns als Landwirte und für die Verbraucher. Nur so lässt sich unsere familiäre Landwirtschaft erhalten und für die Zukunft stärken."

Eine vielfältige Kulturlandschaft: Diesen allgemeingültigen Wunsch kann die Landwirtschaft im Kulmbacher Land optimal erfüllen. So bilden klein strukturierte Felder zusammen mit diversen Feldgehölzen und Feldrainen sowie dem typischen fränkischen Dauergrünland die Grundlage für die heimische Nahrungsmittelerzeugung und bieten darüber hinaus Lebensraum für Insekten, Vögel und andere Wildtiere. Landwirt Stefan Seidel: "Für den Erhalt dieser Lebensräume, der Böden als Grundlage für unser täglich Brot und nicht zuletzt für die Pflege der Kulturlandschaft sind die heimischen Landwirte täglich mit Stolz im Einsatz. Nur mit gegenseitigem Verständnis lässt sich dies alles und nicht zuletzt auch die dafür nötigen Familienbetriebe erhalten."

Die Projektgruppe "Eure Kulmbacher Landwirte" macht auch deutlich, dass nichts dagegenspricht, wenn ein Ausflug mit dem Hund durch die schöne Flur erfolgt. Dabei gilt es aber, Grundregeln zu beachten. So sind die Felder und Wiesen von Hundekot frei zu halten, denn dieser enthält Bakterienstämme, die für die Kühe sehr gefährlich sind. Und Hunde sollten auch zum Schutz von Niederwild, Wiesenbrütern und anderen Lebewesen an der Leine geführt werde.

Auf sechs großen Hinweistafeln werden entlang des Radweges zwischen Mainleus und Rothwind Hinweise zur Braugerste, dem Grünland, zu Hafer, Luzerne- und Kleegras sowie Rapspflanzen gegeben. Das Projekt ist mit Hilfe von Sponsoren zustande gekommen, denn immerhin war eine vierstellige Summe notwendig. Rei