50 Jahre Landkreis, dieser Zusammenschluss der ehemals selbstständigen Kreise Kulmbach und Stadtsteinach mit der Stadt Kulmbach im Jahr 1972, soll nach den Vorstellungen von Landrat Klaus Peter Söllner (FW) in einer entsprechend würdigen Form in diesem Jahr gefeiert werden. Dafür war eigentlich bereits die Steinachtalhalle für den 1. Juli reserviert, aber zur gleichen Zeit ist auch auf bayerischer Ebene eine zentrale Feier vorgesehen. Ein neuer Termin soll in Kürze feststehen, wie er in der Sitzung des Kreisausschusses erklärte.

Dem Landrat schwebt vor, in einer Feierstunde nicht nur die aktiven, sondern auch die noch lebenden, früheren Bürgermeister einzuladen und dabei auch den Bürgermeisterchor auftreten zu lassen. Und mit einem "Tag der offenen Tür" soll im September auch der Landkreisbevölkerung die Gelegenheit gegeben werden, den Anlass "50 Jahre Landkreis Kulmbach" mitzufeiern.

FDP-Kreisrat Veit Pöhlmann machte deutlich, dass nicht nur der ehemalige Landkreis Stadtsteinach seine Eigenständigkeit, sondern auch die Stadt Kulmbach ihre Kreisfreiheit verloren hätten. Er empfahl deshalb, bei einer Feierlichkeit mit der Stadt Kulmbach und der Stadt Stadtsteinach darüber zu reden, wie man das bei einer Festansprache oder in einer Festschrift zum Ausdruck bringen könne.

CSU-Fraktionssprecher Gerhard Schneider sah die Aufgabe der Feierlichkeiten darin, nach vorne zu schauen und festzustellen, was aus dieser Landkreisreform geworden ist.

Einen umfassenden Sachstandsbericht gaben der Landrat und Regierungsdirektor Oliver Hempfling zu den Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine. Derzeit sind im Landkreis 702 Flüchtlinge untergebracht, davon sind 682 bereits registriert. Landrat Söllner sprach von einer außergewöhnlichen Hilfsbereitschaft der Bevölkerung. Alle Flüchtlinge seien in respektablen Wohnungen untergebracht.

Hempfling sprach die Arbeit der 147 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer an, die der Landkreis für die Flüchtlingshilfe gewinnen konnte. Ganz wichtig seien dabei die 28 Personen, die im Sprachzentrum eingesetzt sind und die in der Regel von 8 bis 20 Uhr zur Verfügung stünden. Bislang wurden vom Landratsamt 832.000 Euro an Sozialleistungen an die Flüchtlinge ausgegeben, die vom Freistaat zurückerstattet werden. Landratr gab noch bekannt, dass man sich auf die Bereitstellung von zusätzlichen Mitteln für den ÖPNV in Höhe von 100.000 Euro geeinigt habe. Rei.