Unzähligen Kommunionkindern ging es in diesem Jahr ein Stück weit wie Sportlern, die Olympia entgegengefiebert haben: Da bereitet man sich viele Monate auf ein großes Ereignis vor, und dann wird die große Feier wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Pfarreien und Familien versuchten nun, das Beste aus der widrigen Lage zu machen. Was eigentlich am Sonntag nach Ostern, dem "Weißen Sonntag", hätte stattfinden sollen, wurde nun nachgeholt: 22 Buben und Mädchen feierten in Hannberg in zwei Gruppen ihre Erstkommunion.

"Durch Corona haben wir lange warten müssen, um das Fest zu feiern, aber jetzt können wir - zwar anders als sonst - endlich gemeinsam feiern", erklärte Pfarrer Johannes Saffer bei seiner Begrüßung. Passend zum Thema "Jesus, erzähl uns von Gott" hörten die Kommunionkinder das Evangelium von Jesus im Tempel von Jerusalem. Jesus war dort mit den Ältesten des Volkes Israel zusammen und erzählte von Gott und sie staunten über das, was er ihnen berichtet.

In der Predigt erinnerte Pfarrer Saffer an Geschichten, die die Kinder schon aus der Vorbereitungszeit kannten, so die Geschichte vom Barmherzigen Vater und vom blinden Bartimäus und von Zachäus. In all diesen Geschichten leuchte etwas von Gottes Liebe, seinem Heil und seiner Zuwendung zu uns Menschen auf. "Darüber hinaus schenkt Jesus uns die Zeichen seiner Gegenwart in Brot und Wein. Hier ist er für uns da. Und das dürfen wir immer wieder erfahren, wenn wir sein Abendmahl feiern."

Immer neugierig bleiben

Der Pfarrer rief die Kinder dazu auf, neugierig zu sein, immer wieder die Geschichten von Jesus zu hören oder zu lesen, um ihn besser kennenzulernen, denn das höre ein Leben lang nie auf. Selbst er als Pfarrer könne immer noch etwas von Jesus lernen.

Erstmals gab es dazu zusätzlich auch eine Übertragung in den Don-Bosco-Saal in Bild und Ton für weitere Gottesdienstbesucher, die keinen Platz in der Kirche bekamen. Richard Sänger