Die Hauptversammlung der Schaeffler AG , die erneut virtuell durchgeführt wurde, stimmte für die Zahlung einer Dividende in Höhe von 25 Cent je Vorzugsaktie (Vorjahr: 45 Cent). Das entspricht einer Ausschüttungsquote von rund 50 Prozent und liegt damit am oberen Ende der angestrebten Bandbreite von 30 bis 50 Prozent.

„Das vergangene Jahr war von großen Unsicherheiten geprägt, die bis heute anhalten. Unsere Aufstellung als weltweit agierender Automobil- und Industriezulieferer hat sich in den schwierigen Zeiten bewährt und uns geholfen, die Krise zu bewältigen. Wir zahlen eine Dividende von 25 Cent und setzen damit unsere Dividendenpolitik konsequent fort. Das ist auch ein positives Signal an unsere Aktionäre “, sagte Klaus Rosenfeld , der Vorstandsvorsitzende der Schaeffler AG .

Rosenfeld sagte, dass die Schaeffler-Gruppe bei weiterhin herausfordernden Bedingungen gut in das Jahr 2021 gestartet ist. Er verwies auf die vorläufigen Eckdaten für das erste Quartal 2021, die Schaeffler am 19. April veröffentlichte. Dieser Schritt war notwendig geworden, weil die Eckdaten deutlich über Vorjahr und den bisherigen Erwartungen lagen.

Der Umsatz der Schaeffler-Gruppe lag im ersten Quartal mit 3560 Millionen Euro währungsbereinigt 11,2 Prozent über dem des Vorjahrs und zeigte damit eine deutliche Erholung. Die EBIT-Marge vor Sondereffekten erreichte im ersten Quartal 11,3 Prozent (Vorjahr; angepasst: 6,5 Prozent). Der Free Cash Flow vor Ein- und Auszahlungen für M&A-Aktivitäten betrug im ersten Quartal 130 Millionen Euro (Vorjahr; angepasst: 137 Millionen Euro). Ein wesentlicher Grund dafür sei die besser als erwartete Umsatzdynamik im ersten Quartal. Bei der Ergebnisentwicklung zeige sich, dass die im letzten Jahr eingeleiteten Kostenanpassungen weiterhin Wirkung zeigen.

Das im September 2020 angekündigte „Maßnahmenpaket zur Beschleunigung der Transformation der Schaeffler Gruppe “ komme gut voran, heißt es in einer Pressemitteilung. Von den strukturellen Maßnahmen sind im Wesentlichen zwölf Standorte in Deutschland betroffen. Die Maßnahmen sollen bis Ende 2022 weitgehend umgesetzt werden. „Nach intensiven und konstruktiven Verhandlungen konnten mittlerweile an neun von zwölf Standorten Interessensausgleiche abgeschlossen werden. Damit ist Schaeffler in der Lage, den überwiegenden Teil der Maßnahmen umzusetzen“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Arbeitgeber und Arbeitnehmervertreter seien sich einig, „den Abbau von Arbeitsplätzen möglichst sozialverträglich über Regelungen zur Altersteilzeit, interne Versetzungen und Aufhebungsverträge zu erreichen“. Mit Hilfe dieser Maßnahmen und über das Freiwilligenprogramm von November 2020 bis Ende März 2021habe bereits die Hälfte des insgesamt geplanten Personalabbaus umgesetzt werden können.

Den Zwischenbericht für das erste Quartal 2021 wird die Schaeffler AG wie geplant am 12. Mai 2021 veröffentlichen.

Nachwahl

Die Hauptversammlung wählte Ulrike Hasbargen in das Aufsichtsgremium. Hasbargen ist Steuerberaterin und Wirtschaftsprüferin sowie Mitglied des Aufsichtsrats der Ernst & Young GmbH.

Besonders erfreulich sind für die Unternehmensgruppe die Erfolge in der E-Mobilität . 2020 verzeichnete Schaeffler Auftragseingänge in Höhe von 2,7 Milliarden Euro in dem Unternehmensbereich E-Mobilität , was deutlich über dem ursprünglich geplanten Ziel von 1,5 bis 2 Milliarden Euro lag. Die Zahl der Projekte lag 30 Prozent über dem Vorjahr. Und sie steigt auch in diesem Jahr weiter. 2021 startet die Serienproduktion von E-Motoren für Hybridmodule, Hybridgetriebe und rein elektrische Achsantriebe. Die Digitalisierung ist für die Sparte Automotive Aftermarket zu einer Kernkompetenz geworden. Die Pandemie hat den vielfältigen Aktivitäten mit digitalen Vertriebskanälen und Geschäftsmodellen einen Schub verliehen, mit dem sich Schaeffler von seinen Wettbewerbern differenzieren kann. Auch die zunehmende Automatisierung in den industriellen Prozessen biete ausgeprägte Wachstumspotenziale. red