In der jüngsten Sitzung des Großenseebacher Gemeinderats gab Jürgen Wagner vom gleichnamigen Ingenieurbüro einen Sachstandsbericht zur aktuell laufenden Baumaßnahme "Bergstraße" mit einer möglichen geschwindigkeitsreduzierenden Maßnahme.

Für das Baugebiet "Bergstraße/Neuenbürger Weg" laufen derzeit die Erschließungsarbeiten, zudem wird die Sanierung der Bergstraße von der Einmündung Lerchenstraße (Nord) bis zur Lerchenstraße (östliche Einmündung) und des Fußwegs zur Hauptstraße durchgeführt. Im Zuge der Bauarbeiten wird auch der Mischwasserkanal saniert und ein Oberflächenwasserkanal verlegt. Wie der Planer erläuterte, sind die Anlieger bereit, das Oberflächenwasser einzuleiten. Auf Nachfrage erklärte Wagner, dass die Baumaßnahme im kommenden Frühjahr abgeschlossen werden kann.

Zur Sitzung legte der Ingenieur auch einen Entwurf der von ihm geplanten Straßenführung vor, insbesondere einen Vorschlag zur Reduzierung der Geschwindigkeit. So soll die Geschwindigkeit mit einer Verengung der Fahrbahnbreite oder einem Parkstreifen sowie teils mit einem breiteren Gehsteig erreicht werden. Damit löste der Planer eine Diskussion über Fahrzeugbreiten aus und musste sich unterschiedliche Meinungen anhören. Die vorgelegte Straßenplanung wurde mit zwölf gegen drei Stimmen abgelehnt. Das Ingenieurbüro wird zur nächsten Sitzung eine geänderte Planung vorlegen.

Für eine bessere Verständigung

Die neue Mikrofonanlage bestand in der Sitzung ihren ersten Test. So hatte die Verwaltung Überlegungen angestellt, für Veranstaltungen und Podiumsdiskussionen, aber auch für Gemeinderatssitzungen die Verständigung zu verbessern. Zu diesem Zweck soll eine flexible Lautersprecheranlage beschafft werden. Bei Gemeinderatssitzungen können sich mehrere Gemeinderäte ein Mikro teilen, die weitere Ausstattung wie Mischpult und Vorschaltgerät kommt hinzu. Kritisch kann die Rückkopplung beim direkten Sprechen in den Lautsprecher werden. Über das vorhandene digitale Lautsprecher-Managementsystem kann die Rückkopplung bekämpft werden. Sollte das nicht funktionieren, würde ein Zusatzlautsprecher angeschafft werden müssen.

Das technische Konzept wurde durch Ernst Eberlein entwickelt, er hat die notwendige technische Ausstattung bereits in der Erwartung der Zustimmung beschafft. Sollte die Beschaffung nicht gewollt sein oder sich nicht bewähren, ist eine Rückabwicklung möglich. Die Gesamtkosten würden sich auf knapp über 1000 Euro belaufen. Der Gemeinderat war sich einig, dass jedes Mitglied ein Mikrofon erhalten soll, um das Hin- und Herschieben zu vermeiden. Der Gemeinderat genehmigte die Beschaffung einer flexiblen Mikrofonanlage für die Mehrzweckhalle und Ernst Eberlein wird noch weitere Anlagen testen, um eine optimale Beschallung zu erreichen.

Außenanlagen sanieren

Die Freien Wähler (FW) hatten die Schaffung eines Außenklassenzimmers beantragt und dazu angeregt, die Außenanlagen der Grundschule Großenseebach zu überprüfen. Heike Weiser (FW) erklärte, dass bei den Außenanlagen höchstwahrscheinlich Sanierungsmaßnahmen angezeigt seien, denn die Möblierung sei witterungsbedingt stark angegriffen.

Als "Ausweichquartier" für regulären Unterricht während der Corona-Pandemie und auch als Alternative für die Mittags- und Ferienbetreuung erscheine diese Idee aus Sicht der Verwaltung grundsätzlich sinnvoll. Allerdings seien noch konkrete Abstimmungen mit der Schulleitung notwendig, erklärte Bürgermeister Jürgen Jäkel (MfG) dazu. Dazu soll dann ein Planer oder ein Fachbüro ins Boot geholt werden, um ein Gesamtkonzept zu erstellen. Für die Schaffung eines Außenklassenzimmers allein werde dies wohl nicht notwendig sein. Dazu sollte im Einvernehmen mit der Schulleitung eine geeignete Firma gesucht und beauftragt werden. Der Gemeinderat stimmte zu, und der Bürgermeister wird das Gremium jeweils über die Planungen und Entwicklungen entsprechend informieren.