Uneinigkeit herrschte bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates bei einer Bauvoranfrage für eine Wohnhausaufstockung. Das bestehende Wohnhaus soll aufgestockt und mit einem Dach, dessen Dachneigung 40 Grad betragen soll, errichtet werden. Gleichzeitig ist geplant, an der Südseite und der Nordseite einen sogenannten Zwerchgiebel mit einem Schleppdach von 28 Grad zu errichten.

Durch die Aufstockung und den erhöhten Kniestock von 1,80 Meter ergibt sich ein zweites Vollgeschoss. Durch den zusätzlichen Ausbau des Spitzbodens wird die zulässige Geschossflächenzahl (GFZ), die das Verhältnis der gesamten Geschossfläche aller Vollgeschosse der baulichen Anlagen auf einem Grundstück zu der Fläche des Baugrundstücks angibt, um 0,1 überschritten. Das geplante Bauvorhaben bedarf Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplanes hinsichtlich der Dachneigung, des Zwerchgiebels, der Zweigeschossigkeit und der Überschreitung der GFZ. Unterschriften liegen nur von einem Nachbarn vor. Die vom nördlichen Nachbarn fehlt noch.

Bebauungsplanänderung

Für das geplante Bauvorhaben werden insgesamt fünf Stellplätze ausgewiesen und sind in ausreichender Zahl vorhanden. Durch die geplante Zweigeschossigkeit kann sich eine Bebauungsplanänderung ergeben.

Im Bereich des Bebauungsplanes "Großenseebach Nr. 3" hat es bereits einen ähnlichen Bauantrag gegeben. Hier wurde vom Landratsamt eine Änderung des Bebauungsplanes gefordert. Die Kosten der Änderung des Bebauungsplanes wären vom Bauherrn zu tragen.

In der Diskussion wurde festgestellt, dass der veränderte Wohnraumbedarf zu vermehrten Änderungsfällen führen wird. Es sollte daher eine generelle Überarbeitung der Bebauungspläne erwogen werden. Dazu gab es sieben Ja- und drei Nein-Stimmen; ein Gemeinderat ist persönlich beteiligt und stimmte nicht mit ab. sae