Es ist ein ausgeglichener Haushalt, den der Gemeinderat Heroldsbach verabschiedet hat. Trotz hoher Investitionen sind Kredite nicht vorgesehen.

Der Haushalt der Gemeinde hat ein Gesamtvolumen von 20 097 100 Euro. Bürgermeister Benedikt Graf von Bentzel ( CSU ) verwies auf große Projekte, neue und die, die es schon lange gelte abzuarbeiten, um die Infrastruktur zu erhalten. Das Gemeindeoberhaupt machte darauf aufmerksam, dass zum Ausgleich des Vermögenshaushaltes, um eine Kreditaufnahme zu vermeiden, 3 670 100 Euro aus der allgemeinen Rücklage entnommen werden.

Kämmerer Daniel Buder stellte das umfangreiche Zahlenwerk vor. Der Gesamtetat teilt sich auf in den Verwaltungshaushalt mit 12 659 500 Euro und den Vermögenshaushalt mit 7 437 600 Euro. So sind auf der Ausgabenseite im Verwaltungshaushalt für die Kreisumlage 2,15 Millionen Euro eingeplant. Die Zuführung vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt hat der Kämmerer mit 627 500 Euro errechnet.

Der Unterhalt von Grundstücken und Straßen beläuft sich auf 1,018 Millionen Euro. Für Personalausgaben werden 1,614 Millionen Euro aufgewendet. Fördermittel gibt es für die Erweiterung des Kinderhauses St. Josef in Höhe von 981 000 Euro, für die Barrierefreiheit 121 000 Euro, für die Dorferneuerung Oesdorf 195 000 Euro, Ersatz für die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge 60 000 Euro und für das Kuratenhaus in Höhe von 605 500 Euro.

Für den Anteil an der Einkommensteuer wurde der Gemeinde ein Beteiligungsbetrag von 3,75 Millionen Euro genannt, der auch entsprechend im Haushalt eingeplant ist. Die Schlüsselzuweisung beträgt 1,15 Millionen Euro. Die Gewerbesteuer wurde auf 700 000 Euro festgesetzt.

Im Vermögenshaushalt heben sich als größte Ausgabeposten die Erweiterung der zwei Krippengruppen in der Kita St. Josef mit 1,9 Millionen Euro und die energetische Sanierung in der Kita St. Josef mit 800 000 Euro hervor. Wichtig für die Entwicklung der Gemeinde sind die veranschlagten Ausgaben in Höhe von einer Million Euro für den Erwerb unbebauter Grundstücke . Geplant sind der Ausbau der Barrierefreiheit der Bushaltestellen (Kosten 90 000 Euro), die Fertigstellung des Waldkindergartens mit 100 000 Euro, die Investitionen im Bereich Feuerwehr mit 315 000 Euro, Investitionen in die Stromversorgung (600 000 Euro) sowie für das Projekt "Grüne Band" (50 000 Euro).

Der Schuldenstand

Den aktuellen Schuldenstand bezifferte Kämmerer Daniel Buder auf 905 820 Euro, der bei Berücksichtigung der laufenden Tilgung auf 839 220 zum 31. Dezember sinken werde. Die Pro-Kopf-Verschuldung betrage zum Jahresende voraussichtlich 164 Euro.

Offen bleibt für den Kämmerer , inwieweit sich die Corona-Pandemie auf die Einnahmen der Gemeinde weiter auswirken wird. Der Haushalt 2021 weise immer noch eine gute Einnahmesituation auf und könne daher ohne Probleme ausgeglichen werden, erklärte Buder. Aufgrund der Zuführung zum Vermögenshaushalt ergebe sich eine freie Finanzspanne von 560 900 Euro.

Der Vermögenshaushalt enthält hohe Investitionen , welche am hohen Haushaltsvolumen von 7 437 600 Euro und der hohen Entnahme von 3 670 100 Euro ersichtlich sind. In seinem Ausblick auf die Finanzplanungsjahre 2022 bis 2024 wies der Kämmerer darauf hin, dass der Vermögenshaushalt 2022 noch einmal große Investitionen enthält und bei entsprechender Umsetzung der geplanten Investitionen die Rücklage vollständig aufgebraucht wird. Deshalb mahnte er an, dass damit der finanzielle Spielraum der Gemeinde in den kommenden Jahren deutlich eingeschränkt werde. Dies treffe auch zu für das hohe Einnahmeniveau, das in den kommenden Jahren voraussichtlich stagnieren werde. Deshalb werde voraussichtlich eine Kreditaufnahme in Höhe von 1,4 Millionen Euro notwendig.

Der Gemeinderat stimmte mit 15:5 Stimmen dem Haushaltsplan und der dazugehörigen Haushaltssatzung zu. Der Finanzplan 2022 bis 2024 wurde einstimmig verabschiedet.