Sabine weinbeer Fliegen sind allgegenwärtig, oft lästig, bei näherem Hinsehen jedoch sind sie faszinierende Wesen mit einer enormen Bedeutung für die Natur. Diese Schönheit und Bedeutung zeigt die Ausstellung "The Fly", die am Samstag in der Galerie im Saal in Eschenau eröffnet wurde und bis zum 29. März zu sehen ist. Natalie Port zeigt eine eindrucksvolle Installation aus Ölbildern und einem "Buffet" unter Glasglocken.

Eine tote Fliege auf der Fensterbank weckte 2015 das Interesse der jungen Künstlerin Natalie Port an der Gattung "Diptera". Die filigranen Flügel waren es zunächst. Als sie dann Kontakt mit Biologen aufnahm und in wissenschaftliche Sammlungen blicken durfte, eröffnete sich ihr eine Vielfalt von Farben und Formen, die seitdem ihr Schaffen bestimmt.

Gleichzeitig setzte sie sich auch mit der Bedeutung der Insekten vor allem für die Befruchtung von Pflanzen auseinander. So entstand eine Präsentation aus vielen kleinformatigen Ölbildern, denen die jeweilige biologische Beschreibung zugeordnet ist, und aus mehreren Stehtischen, auf denen unter Glashauben Samen und Früchte präsentiert werden, die ohne die Bestäubungsarbeit der Insekten nicht auf unseren Tellern landen würden.

Die beiden Galeristen Eleonore Schmidts-Stumpf und Egon Stumpf freuten sich, die Ausstellung für Eschenau gewonnen zu haben, passt sie doch ideal ins Themenspektrum der Galerie im Saal, die beispielsweise die Ausstellungsreihe "Pflanzenwelten" initiiert hatte. Von den Werken Natalie Ports faszinieren ließ sich auch Knetzgaus Zweiter Bürgermeister Bernhard Jilke, der gleichzeitig dem Ehepaar Stumpf für sein kulturelles Schaffen in der Gemeinde Knetzgau dankte.

Die Ausstellung "The Fly" ist der Auftakt des Kunstjahres 2020, das wieder einige Höhepunkte liefern soll, wie Eleonore Schmidts-Stumpf ankündigte.