Die Brücke über die Seebach muss dringend saniert werden, teilte Bürgermeister Jürgen Jäkel in der Sitzung des Gemeinderates mit. Dazu war Georg Schreiber vom Höchstadter Ingenieurbüro Valentin Maier eingeladen und beauftragt worden, eine Berechnung der zu erwartenden Baukosten der notwendigen Maßnahmen vorzunehmen.

Schreiber wies darauf hin, dass die Seebach ein Gewässer dritter Ordnung sei und die Gemeinde für die Unterhaltung und Pflege verpflichtet sei. Dazu muss auch eine wasserrechtliche Erlaubnis eingeholt und eine bestimmte Durchflussmenge garantiert werden. "Die zu erwartenden Kosten könnten sich auf knapp 53 000 Euro belaufen", erklärte der Planer. Er machte aber auch deutlich, dass das nur eine Schätzung sei, denn es wurden noch keine Angebote eingeholt. So würde er zwei Längs- und vier Querträger aus Stahl und Widerlager aus Beton vorschlagen.

Die jetzigen Träger und auch die Widerlager sind aus Holz gefertigt und mit Bildern machte der Planer die Schäden deutlich. Er schlug vor, den Neubau in Beton auszuführen, um damit eine Lebensdauer zwischen fünfzig und hundert Jahren zu erreichen, auch bestehe bei der neuen Brücke die Möglichkeit einer Verbreiterung, um einen Begegnungsverkehr von zwei Radfahrern zu ermöglichen.

Sowohl mit dem Preis als auch mit einer möglichen Verbreiterung löste der Planer eine Diskussion aus. "Das ist ein Wahnsinnsgeld", kommentierte Andreas Seeberger (CSU) die Summe und erklärte, die Arbeit könne jeder Metallbauer weitaus günstiger anbieten. So seien nach seiner Meinung im Leistungsverzeichnis Sachen enthalten, die er als unnötig bezeichnete. Außerdem könne auch der Bauhof eingesetzt werden.

"Das ist kein Auftrag, sondern ein Vorschlag. Selbstverständlich werden weitere Angebote eingeholt", erklärte der Kämmerer und künftige Verwaltungsgleiter Jörg Hausam.

Carina Geist (MfG) wies auf die DIN-Norm und auf die Haftung hin, schließlich unterliegen die Brücken einer Prüfung. Nach einigem Hin und Her einigte sich das Gremium auf eine Ausführung in Stahl, zur Breite gab es auch weiterhin keine Einigkeit. Die Verwaltung und der Bürgermeister werden jetzt bei den heimischen Firmen anfragen und weitere Angebote einholen.

Renaturierung

Um die "Seebach" ging es auch beim nachfolgenden Punkt der Tagesordnung. Die Eheleute Hillrichs stellten einen Antrag hinsichtlich einer Renaturierung der Seebach im westlichen Gemarkungsteil. Sie wollten auch den Schutz der Gewässerrandstreifen beidseitig des Gesamtverlaufes der Seebach. Die Maßnahmen sollen analog zum seinerzeitigen Vorgehen im östlichen Bereich erfolgen. Hier hatte die Gemeinde damals einen Gewässerrandstreifen erworben, der für die angedachten Maßnahmen zur Verfügung stünde. Insbesondere sollen die Flur-Begrenzungssteine ausgewiesen und sichtbar gemacht werden.

Zu diesem Punkt hatte der Bürgermeister Karin Klein-Schmidt von Landschaftspflegeverband eingeladen. Dazu muss im dortigen Bereich die intensive landwirtschaftliche Nutzung der Flächen zurückgefahren werden, denn im Flächennutzungsplan mit Landschaftsplan sind die gewünschten Uferrandstreifen vorgesehen, die planerischen Darstellungen wurden jedoch bislang nicht umgesetzt.

Wie Karin Klein-Schmidt erläuterte, gab es dazu eine Besprechung mit dem Bürgermeister und dem Bauhofleiter. Bei den 2008 durchgeführten vergleichbaren Maßnahmen entstanden Kosten von 20 000 Euro, die zu 75 Prozent gefördert wurden. Der Eigenanteil der Gemeinde betrug seinerzeit 5000 Euro und es wurde festgelegt, dass für derartige Maßnahmen der gemeindliche Kostenanteil auf maximal 10 000 Euro gedeckelt wird.

Die aktuell anfallenden Gesamtkosten wären noch zu ermitteln, genauso wie die Förderfähigkeit und Höhe sowie und die künftigen Pflege- und Unterhaltskosten. Allerdings könnte es ein Problem geben, denn in dem vorgesehenen Bereich verläuft die Abwasserleitung aus Weisendorf.

Deswegen soll das Areal noch genauer unter die Lupe genommen werden. Der Gemeinderat stimmte dem Vorhaben zu und im kommenden Haushalt werden dafür 10 000 Euro eingestellt.