helmut Will Der Haushalt 2020 stand im Mittelpunkt der Sitzung des Schulverbandsrates Maroldsweisach unter Vorsitz von Bürgermeister Wolfram Thein (SPD). Zum Schulverband zählen die Gemeinden Pfarrweisach, Ermershausen sowie Maroldsweisach.

Nach den Ausführungen der Kämmerin Doreen Pfadenhauer, die ihren ersten Haushalt für den Schulverband vortrug, ist der Schulverband schuldenfrei. Der Verwaltungshaushalt wurde für das Jahr 2020 mit 569 800 Euro angegeben, der Vermögenshaushalt mit 87 500 Euro, so dass der Gesamthaushalt 657 300 Euro beträgt.

Es wurde für 2020 eine Umlage von 459 500 Euro errechnet, 9800 Euro mehr als im Vorjahr. "Das bedeutet bei 265 Schülern eine Umlage von 1733,96 Euro pro Schüler. Im Jahr 2019 lag die Umlage noch bei 1617,63 Euro", sagte die Kämmerin.

Die Schülerzahl sinkt

Sie gab einen Überblick über die Entwicklung der Schülerzahl, die im Schuljahr 2007/08 mit 336 Schülern ihren Höchststand hatte und in den Folgejahren bis 2020 stetig gefallen ist, und zwar auf nun 265 Schüler.

Die Kostensteigerungen im Haushalt führte sie auf die gestiegenen Lohnkosten, die Erhöhung des Anteils an der Finanzierung der Ganztagsschule sowie den Anschluss an das Nahwärmenetz zurück.

Staatliche Zuschüsse habe es für das Jahr 2019 in Höhe von 96 876 Euro gegeben, für das Jahr 2020 wurde nach Angaben der Kämmerin eine Summe von 95 500 Euro festgesetzt. Die Rücklagen des Schulverbandes auf einem Sparbuch betragen 10 054 Euro, und auf einem Girokonto waren es zuletzt 21 949 Euro.

"Wir können die Kassen- und Finanzlage des Schulverbandes als zufriedenstellend bezeichnen. Zur Sicherstellung der notwendigen Zahlungsfähigkeit ist im Rechnungsjahr 2020 ein Kassenkredit von 80 000 Euro vorgesehen", fasste Kämmerin Doreen Pfadenhauer zusammen.

"Optimal"

Der Leiter der Mittelschule Maroldsweisach, Sebastian Hofmann, berichtete über die derzeitig schwierigen Bedingungen für den Schulalltag. Was die digitale Ausstattung für die Schule betrifft, könne man zufrieden sein. Der Schulleiter erläuterte anhand von Anschauungsmaterial, welches er in einem Koffer präsentierte, wie der digitale Unterricht ablaufe mit Kindern, die die Schule coronabedingt nicht besuchen können. "Die meisten unserer Kinder haben Zugang auf digitale Medien", sagte Sebastian Hofmann. Er bewertet die gegenwärtige Lösung mit den vorhandenen Materialien als "optimal."

Der Schulverbandsvorsitzende Wolfram Thein wies darauf hin, dass die Schüler mit dem 365-Euro-Ticket auf Linien des Verkehrsverbundes Großraum Nürnberg (VGN) sehr günstig fahren können. "Das nicht nur zur Schule oder zur Ausbildungsstätte, sondern auch in der Ferien- und Freizeit ist das möglich", sagte Thein. Alle VGN-Verkehrsmittel könnten im gesamten Verbundgebiet genutzt werden, an 365 Tagen im Jahr, für etwa einen Euro pro Tag.

Voraussetzungen

Für den Kauf des 365-Euro-Tickets benötige man den kostenlosen "Verbundpass Schüler und Auszubildende". Wichtig sei, dass sich sowohl Wohnort als auch Schule und Ausbildungsstätte im VGN-Raum befinden. "Ich meine, das sollten Schüler und Eltern wissen", sagte der Vorsitzende und Bürgermeister. Der Schulleiter Sebastian Hofmann bestätigte, dass das 365-Euro-Ticket von mehreren älteren Schülern genutzt werde.

Weiter sagte Wolfram Thein, dass die Arbeiten am Nahwärmenetz abgeschlossen seien und nun alle Räume der Schule gut geheizt werden könnten, was bisher mitunter nicht möglich war. In diesem Zusammenhang konnten auch Probleme an der Heizungsanlage gelöst werden.

Bedauert wurde von Schulleiter Hofmann, dass viel Heizenergie wegen der Lüftungsmaßnahmen infolge der Pandemie "zum Fenster rausgeht. Wenn es nach dem Lüften wieder etwas warm wird, dürfen wir schon wieder lüften", sagte er.