Gleich zweimal wurde dieses Jahr in Hannberg Jubelkommunion gefeiert. Den Anfang machten die Jubilare, die vor 60 oder 70 Jahren ihre Erstkommunion gefeiert haben, anschließend waren die Jubilare am der Reihe, die ihr 40. bzw. 50. Jubiläum feiern konnten. Insgesamt 44 Jubilare zogen in entsprechendem Abstand in die Kirche ein. Pfarrer Johannes Saffer begrüßte alle herzlich. "Ich freue mich, dass die Jubelkommunion zwar nicht wie gewohnt, jetzt aber doch, etwas anders und mit Einschränkungen, gefeiert werden kann", erklärte er.

In seiner Predigt ging der Pfarrer auf das Tagesevangelium von den "Arbeitern im Weinberg des Herrn" ein. Denn das Himmelreich gleiche einem Hausherrn, der früh am Morgen ausging, um Arbeiter für seinen Weinberg einzustellen. Und jeder bekommt den gleichen Lohn, egal wie viel er gearbeitet hat. "Sollen wir uns da überhaupt noch anstrengen?", stellte der Pfarrer die Frage. Wenn die Faulen den gleichen Lohn bekommen wie die anderen. Das sehe aber nur so aus, denn alle haben bekommen, was sie an einem Tag zum Leben brauchten. Ein Denar, damit konnte man damals seine Familie ernähren.

Nicht nur damals, sondern auch heute in unserer leistungsorientierten Gesellschaft sei es wichtig, sich zu bemühen und alles zu versuchen - mehr könnten wir mehr Menschen nicht. Es brauche die Bereitschaft, für den Herrn da zu sein und mit ihm das Leben zu gestalten. Er rufe jeden, den einen früher, den anderen später.

Pfarrer Saffer verband dies mit dem Hinweis auf zwei Erwachsene, die sich in Hannberg taufen ließen. Diese Gemeinschaft bezog er auch auf die Jubelkommunion, denn Kommunion bedeutet Gemeinschaft. "Seien wir dankbar für die Gemeinschaft mit ihm und untereinander. Er zeigt uns den Weg und es kommt auf den guten Willen eines jeden an." Richard Sänger