Eine Diskussion gab es im Marktgemeinderat zu einer Bauvoranfrage für eine Freiflächen-Photovoltaik-Anlage nahe Kairlindach. Drei Antragsteller planen, eine Freiflächen-Photovoltaik-Anlage von insgesamt acht bis elf MWp zu errichten. Aufgrund der teilweisen Ausweisung dieser Flächen als Vorbehaltsgebiete Windkraft werden nun als potenzielle Standorte drei Flächen mit insgesamt rund 7,5 Hektar und einer geplanten Leistung von 6,5 MWp genannt. Da das Projekt in Abstimmung mit dem Marktgemeinderat und unter Akzeptanz der Bürger durchgeführt werden soll, wurde die Gemeinde um eine Stellungnahme gebeten. Dazu wies die Verwaltung darauf hin, dass der Flächennutzungsplan geändert und die Aufstellung eines Bebauungsplanes veranlasst werden müsse.

Gesamtkonzept angeregt

Für CSU-Fraktionsvorsitzende Ute-Christine Geiler wäre ein Gesamtkonzept zu den erneuerbaren Energien für den Markt Weisendorf gut und hilfreich. Sie verwies dabei auf den Energienutzungsplan der Gemeinde, denn Weisendorf soll bis spätestens 2030, aber besser schon in den kommenden fünf Jahren seinen Strombedarf selbst erzeugen können, so der Fahrplan des verstorbenen Bürgermeisters Heinrich Süß. Die CSU-Fraktionsvorsitzende sieht das geplante Vorhaben trotzdem kritisch und erinnerte an ein ähnliches Vorhaben im Ortsteil Neuenbürg, das wegen der Nähe zum Wohngebiet auf wenige Resonanz bei der Bevölkerung gestoßen und letztlich abgelehnt worden sei.

Gebäudedächer nutzen

"Nicht um jeden Preis", hieß es mehrheitlich in der Sitzung. So soll erst dafür geworben werden, die Dachflächen auszunutzen. Auch Friedrich Mümmler (FW) erinnerte an den Energienutzungsplan. Hans Kreiner (CSU) empfahl, bis zur nächsten Sitzung geeignete Flächen zu suchen und dem Gemeinderat vorzustellen, schließlich solle auch das Ziel "Unabhängigkeit" nicht aus den Augen verloren werden. Auch Norbert Maier (Grüne) plädierte für eine stärkere Nutzung der Gebäudedächer, wobei insbesondere auch die kommunalen Dachflächen mit einbezogen werden müssten.

Auf Antrag von Friedrich Mümmler wurde die Bauvoranfrage auf die nächste Sitzung vertagt. Die in der Sitzung anwesenden Antragsteller warben für ihren Antrag und betonten am Ende der Sitzung, dass ihr Vorhaben im Gemeinderat und bei der Bevölkerung Akzeptanz finden solle, schließlich betreffe die Klimaerwärmung ja alle Bürger.