Der Klostergarten der mächtigen Basilika bildete den passenden Rahmen für das Frühlingskonzert des Musikvereins Marktleugast. Man spürte, dass sich die Aktiven mit ihrem musikalischen Leiter nicht nur glänzend darauf vorbereitet hatten, sondern sich auch riesig freuten, endlich wieder vor einem großen Publikum musizieren zu können. Peter Weiß spornte seine Musiker mit seiner ansteckenden Leidenschaft förmlich an.

Vorsitzender Georg Purucker freute sich, dass das Frühlingskonzert ohne Einschränkungen stattfinden konnte. Bürgermeister Franz Uome (CSU) dankte dem Musikverein Marktleugast für diesen kulturellen Glanzpunkt. Uome übergab ebenso eine Geldspende wie stellvertretender Landrat Dieter Schaar (FW).

Durch das Programm führten gekonnt Diana Löffler und Christina Purucker. Als Eröffnungsstück erklang der kernige Marsch "Hoch Heidecksburg" von Rudolf Herzer. Weiter ging es mit "Nessaja", einem bekannten Lied von Peter Maffay aus dem Album "Tabaluga". Dieses Stück wurde auch online aufgenommen als musikalischer Gruß zum Pfingstfest.

Dass die Aktiven nicht nur konzertante Musik, sondern auch extravagante Stücke beherrschen, wurde bei "Quad City Stomp" von Michale Sweeney deutlich. Weiter ertönten nach einem Arrangement von Manfred Schneider bekannte TV-Lieder aus der "Lindenstraße", der Flirt-Show "Herzblatt" und der Kultserie "Schwarzwaldklinik" sowie die Eurovisionsmelodie. Und mit dem holländischen Seefahrer Abel Tasmann ging es nicht nur auf große Entdeckungsreise, sondern auch in die Pause.

Dass so ein gemeinsamer geselliger Abend mit schöner Musik nicht mehr selbstverständlich ist, werde gerade in anderen Teilen der Welt deutlich, betonte Diana Löffler. "Es herrscht Krieg. Menschen erfahren Hungersnot und Gewalt, werden aus ihrer Heimat vertrieben und verlieren einfach alles. Wir vom Musikverein Marktleugast möchten mit diesem Konzert und speziell mit der ukrainischen Nationalhymne ein Zeichen unserer Solidarität und des Mitgefühls für die Ukraine setzen."

Es folgte die "Glory Fanfare" von Otto M. Schwarz, ein Auftragswerk der Brass Band Oberösterreich. Roland Jonak brillierte in der Konzertpolka "Feuerfest" von Johann Strauß am Amboss. Präsentiert wurde in Ausschnitten auch die Welt von James Bond. Nachdem auch das Orchester sein musikalisches Comeback feierte, lag es auf der Hand, auch bekannte Melodien der Kultband "Abba" wieder lebendig werden zu lassen. Und mit dem "Weiß-Blau-Marsch" von Kiem Pauli setzte die "Leuchetzer Blosmusik" einen passenden Schlusspunkt. Rei.