37 Jahre lang war Georg Hollet Mitglied im Gemeinderat Schönbrunn. Jetzt wurde er verabschiedet. Bürgermeister Dirk Friesen ( CSU ) schilderte das Wirken Hollets, der von 2008 bis 2014 Zweiter Bürgermeister war. Von 2014 bis 2020 prägte Hollet dann als Erster Bürgermeister die Infrastruktur in der Gemeinde entscheidend mit. Mit der Sanierung der alten Schule in Steinsdorf zum Gemeinschaftshaus, der Dorferneuerung und der Sanierung des Dietenbächleins mit Hochwasserschutz wurde Steinsdorf unter seiner Leitung visuell aufgewertet. Die Gemeindeteile Oberneuses/Zettmannsdorf bekamen eine eigene dezentrale Kläranlage. Ein wichtiger Meilenstein für die Gemeinde waren die Generalsanierung der Grundschule und der Bau des Feuerwehrhauses in Schönbrunn. Nach der Dorferneuerung in Frenshof konnte auch das Feuerwehrgeräte- und Gemeinschaftshaus an die Dorfbewohner übergeben werden. Ein weiterer Meilenstein war der Umzug der bestehenden Bücherei in das Rathaus. Neben einer Dankesurkunde für die kommunale Selbstverwaltung 2002 erhielt Hollet im Namen des Freistaates Bayern im Jahr 2017 die Medaille für besondere Verdienste um die Kommunale Selbstverwaltung verliehen. Bürgermeister Friesen und sein Stellvertreter Hubert Bickel (OLS) überreichten Georg Hollet einen Geschenkkorb und eine Ehrenurkunde.

Nach dem Rücktritt von Hollet wurde Alexandra Geier (BBL) als Nachrückerin im Gemeinderat vereidigt. Sie wird künftig als Vertretung im Sport- und Kulturausschuss vertreten sein.

Verschuldung weiter senken

Zentrales Thema im Gemeinderat war der Haushalt 2021. Das Haushaltsvolumen beträgt insgesamt rund 6 Millionen Euro, davon jeweils die Hälfte im Verwaltungs- und Vermögenshaushalt. Die Pro-Kopf-Verschuldung soll durch kontinuierliche Tilgungsleistung weiter gesenkt werden und beträgt zum Jahresende 2021 noch 728 Euro. Die Gewerbesteuer beträgt 220 000 Euro, die Grundsteuer A 30 000 Euro, die Grundsteuer B 115 000 Euro. Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer umfasst 980 000 Euro, an der Umsatzsteuer 28 655 Euro. Die Kreisumlage umfasst 704 086 Euro.

Die Haushaltssatzung mit Haushaltsplan und Stellenplan für das Haushaltsjahr 2021 verabschiedete das Gremium einstimmig. Der Finanzplan 2020 bis 2024 wurde ebenso einstimmig beschlossen.

Auf der Agenda des Schönbrunner Gemeinderates stand die Begehung der Gemeindewälder mit Forstrevierleiter Thomas Löhr. Hitze und Trockenheit führten in den letzten Jahren zum Borkenkäferbefall bei der Fichte und zu Schäden bei der Kiefer. Laut Löhr gibt es einen Überhang alter Bestände. Eine Durchforstung sei deshalb zum Teil dringend erforderlich. Eine entstandene Lichtung soll noch heuer mit Laubholz aufgeforstet werden. Aufgrund der Klimaerwärmung seien jetzt vor allem Buche, Eiche und Edellaubholz gefragt

Ebenfalls diskutiert wurde die Entschädigung von ehrenamtlichen Helfern im Corona-Testzentrum Schönbrunn. Sie erhalten für ihre Tätigkeit als Entschädigung pro halbe Stunde der regulären Öffnungszeit 10 Euro. Dieser Betrag ist äquivalent mit der Entschädigungsleistung der Marktgemeinde Burgebrach. Die Testkosten selbst werden auch weiterhin vom Landkreis getragen.

Die Gemeinde Schönbrunn investiert auch heuer wieder in Spielplätze. Rund 10 000 Euro sind dafür eingeplant. Der Spielplatz Siedlungsstraße bekommt eine neue Rutsche, Finkenweg eine Doppelschaukel. Oberneuses hat sich ein Karussell gewünscht, Steinsdorf bekommt ein Trampolin. Die Verwaltung wurde beauftragt, für diese Spielgeräte Angebote einzuholen. Mitarbeiter des Bauhofes führen jedes Jahr eine Hauptuntersuchung der Spielplätze und der Spielgeräte durch, um Unfälle zu vermeiden.