Stoßstange an Stoßstange stauten sich Donnerstagvormittag (29. Oktober 2020) die Autos rund um den Festparkplatz am Kellerwald, zwischen Unterer Kellerstraße und Lichteneiche. Rund 530 Personen wurden dort an einer mobilen Corona-Teststation auf das Virus getestet, teilt Kathrin Schürr, Pressesprecherin am Landratsamt Forchheim, auf FT-Nachfrage mit. Bei den Getesteten handelte es sich um die Schüler, Lehrer und das gesamte Personal der Realschule Ebermannstadt. Alle Infos zum aktuellen Corona-Geschehen im Raum Forchheim finden Sie hier.

Die musste bereits zwei Tage vor Ferienbeginn, also schon am Donnerstag, schließen, weil sich dort zwei Lehrer mit dem Coronavirus infiziert hatten. Weil alle Schüler und das gesamte Schulpersonal als Kontaktpersonen ersten Grades gelten, mussten sie sich testen lassen. Eltern, die als Kontaktperson zweiten Grades gelten, konnten sich freiwillig testen lassen, erklärt Schürr.

Teststation gehört dem BRK

Dafür wurde am Mittwoch in Zusammenarbeit mit dem BRK-Kreisverband Forchheim eine mobile Teststation am Festplatz aufgebaut. Auf den Standort habe man sich in Abstimmung mit der Forchheimer Stadtverwaltung und dem Ordnungsamt geeinigt. Die Ende März eingerichtete Abstrichstelle neben der Herder-Halle in der Ruhalmstraße sei dafür nicht in Betracht gekommen, sagt Schürr: "Man hätte sonst die Kapazität der Teststelle in der Ruhalmstraße gesprengt."

Am Mittwochnachmittag haben Mitarbeiter des Gesundheitsamtes den Testpersonen dann feste Termine zugeteilt. "Das wurde klassenweise durchgetaktet", sagt Schürr. Doch dabei war die Taktung zu knapp bemessen: Am Donnerstag staute sich der Verkehr rund um die Untere Kellerstraße und die Lichteneiche. Ordnungsamt und Polizei seien vor Ort gewesen, sagt Schürr. Am Nachmittag wurde die mobile Station dann wieder abgebaut.

Wenn demnächst wieder eine Massentestung, beispielsweise einer Schule, stattfinden sollte, wolle man die mobile Teststation wieder auf dem Kellerwald-Festparkplatz aufbauen, sagt Schürr. "Wir würden dann aber versuchen, die Taktung zu entzerren." Auf dem Festplatz könnte es also in nächster Zeit öfter zu Massentestungen kommen. Ebenso kann die mobile Teststation an anderen Orten im Landkreis aufgebaut werden.

Nicht die erste Teststation, die für Aufsehen gesorgt hat

Eine eben solche mobile Teststation hatte erst am vergangenen Freitag in Kersbach für Aufregung gesorgt. "Corona-Tests sind notwendig. Keine Frage. Wofür aber hatte das Landratsamt Forchheim nochmal gleich die DriveBy-Teststation an der Herderhalle (Ruhalmstraße) eingerichtet, wenn nun mitten im Wohngebiet auf offener Straße getestet wird?", kritisierte Forchheims Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD) am Freitag öffentlich auf Facebook (wir berichteten).

Stein des Anstoßes war eine provisorische Teststation, die das Gesundheitsamt am Dorfbrunnen in Kersbach eingerichtet hatte. Aufgrund der vor dem Corona-Abstrich wartenden Autos staute sich der Verkehr rund um den Kersbacher Kirchenring. Anwohner hatten daraufhin den OB verständigt.