"Wir sind fassungslos vor Freude", gesteht Astrid Ochs, Leiterin der evangelischen Kindertagesstätte in Weisendorf. "Ich bin rundum stolz darauf, dass unsere Arbeit solche Früchte trägt", sagt sie. "Denn was wir hier tun, ist für das gesamte Team ein Herzblutprojekt." Die Kindertagesstätte hat sich beim Deutschen Kita-Preis beworben. Und es ist gelungen, in allen vier Qualitätsdimensionen zu überzeugen, weswegen die Weisendorfer Einrichtung nun zu den 25 nominierten Kitas für den Preis "Kita des Jahres" gehört.

Besonderes Engagement und gute Qualität in der frühen Bildung, Betreuung und Erziehung werden auch 2021 wieder mit dem Deutschen Kita-Preis gewürdigt. Während der Corona-Pandemie ist noch einmal besonders deutlich geworden, was für einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag die Menschen in der Kindertagesbetreuung tagtäglich leisten. Der Deutsche Kita-Preis ist ein Preis für jede Kindertageseinrichtung und jedes lokale Bündnis in Deutschland. Bei der Preisträger-Auswahl zählen auch gute Prozesse und nicht nur gute Ergebnisse.

Über 1200 Kitas und lokale Bündnisse haben sich um den Deutschen Kita-Preis 2021 beworben. Das Bundesfamilienministerium und die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung haben gemeinsam mit Fachleuten der Internationalen Akademie Berlin und der Hochschule für angewandte Pädagogik insgesamt 40 Nominierte ausgewählt. 25 Kitas und 15 lokale Bündnisse für frühe Bildung haben es in die nächste Runde der vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung initiierten Auszeichnung geschafft.

Wer eine der begehrten Trophäen mit nach Hause nehmen darf, entscheidet sich im Frühjahr 2021. Der Deutsche Kita-Preis ist mit insgesamt 130 000 Euro dotiert. Die Erstplatzierten der beiden Kategorien "Kita des Jahres" und "Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres" werden mit jeweils 25 000 Euro geehrt. Vier weitere Einrichtungen und vier weitere Initiativen können sich über jeweils 10 000 Euro freuen. Zudem wird eine Kita mit dem Eltern-Sonderpreis prämiert.

Nächste Runde im Dezember

Die nominierten Kitas sind nun eingeladen, weitere Unterlagen einzureichen, in denen sie ihre Stärken umfassend präsentieren können. Die Anwärter in der Kategorie "Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres" können ihre Arbeit in Telefoninterviews genauer vorstellen. Im Auswahlprozess achten die Experten vor allem darauf, wie sich die pädagogische Arbeit an den verschiedenen Bedürfnissen der Kinder orientiert und inwiefern Kinder, Eltern und Mitarbeitende im Alltag mitwirken können. Entscheidend ist zudem, inwieweit die Kita- und Bündnisteams ihre Arbeit reflektieren und weiterentwickeln und ob Institutionen aus dem Umfeld einbezogen werden, um den Kindern durch verschiedene Kooperationen vielfältige Lernangebote anzubieten.

Mitte Dezember entscheidet sich, welche Nominierten eine Runde weiterkommen. Dann werden die 20 Finalisten des Deutschen Kita-Preises 2021 bekanntgegeben. Diese zehn Kitas und zehn Bündnisse werden Anfang nächsten Jahres von Experten besucht, die sich ein umfangreiches Bild von der Arbeit vor Ort machen. Sollte die Corona-Pandemie einen Vor-Ort-Besuch nicht möglich machen, werden andere Formate für die weitere Einschätzung genutzt. Anschließend bestimmt eine unabhängige Fachjury, wer mit dem Deutschen Kita-Preis ausgezeichnet wird. Welche Kita den Eltern-Sonderpreis erhält, wird im April 2021 in einem öffentlichen Online-Voting ermittelt.

Der Deutsche Kita-Preis wird seit 2018 einmal jährlich in den Kategorien "Kita des Jahres" und "Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres" verliehen. Die Auszeichnung ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung in Partnerschaft mit der Heinz und Heide Dürr-Stiftung, dem Eltern-Magazin und dem Didacta-Verband. Die 40 Nominierten kommen aus dem gesamten Bundesgebiet, fünf davon aus Bayern. Für sie geht es jetzt spannend weiter, so auch für die Weisendorfer Einrichtung.