Keine andere Zeit im Jahr ist so von Festen, Brauchtum und Symbolik geprägt wie die Weihnachtszeit. Doch heuer werden die Menschen auf eine schwere Probe gestellt. Kein Weihnachtsmarkt, keine Konzerte und keine Weihnachtsfeiern - vieles ist anders in diesem von der Corona-Pandemie geprägten Jahr. Geschlossene Restaurants und Kontaktbeschränkungen: Die Corona-Krise macht es vielen Menschen schwer, in Adventsstimmung zu kommen.

Mit festlicher Beleuchtung und weihnachtlichem Schmuck will die Stadt Herzogenaurach nachhelfen, um der Bevölkerung sowie den Kunden des Einzelhandels etwas Flair bieten zu können. Denn auch in der Pandemie sollen die Menschen zum Bummeln eingeladen werden. Das begrüßen insbesondere auch die von der Krise gebeutelten Geschäfte in den Innenstädten.

Damit die Herzogenauracher ihre Weihnachtseinkäufe in der Innenstadt tätigen und so den lokalen Einzelhandel unterstützen, wurde vom Stadtmarketing gemeinsam mit der Förder- und Werbegemeinschaft ein entsprechendes Konzept entwickelt. "Die Stadt versucht mit dem Adventszauber das, was verantwortlich machbar ist, umzusetzen. Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger, der Geschäftsleute und auch aller anderen Beteiligten steht jederzeit klar an erster Stelle," betont Bürgermeister German Hacker.

Da der Weihnachtsmarkt und der lebendige Adventskalender diesem Jahr abgesagt werden mussten, soll zumindest die entsprechende Beleuchtung für ein bisschen Weihnachtsatmosphäre sorgen. "Denn Licht schafft Atmosphäre", sagte Bürgermeister German Hacker, als die fünfjährige Clara den Weihnachtsbaum erstrahlen ließ (der FT berichtete). Hacker verweist auf die Neuerung auf dem Marktplatz. Dort strahlen erstmals die beiden großen Bäume an der Rückseite des "Alten Rathauses" und lassen den Marktplatz und das Fachwerk in einem neuen Licht erstrahlen.

Briefe ans Christkind

Aber auch der "verzauberte Briefkasten" hat wieder sein Platz auf dem Marktplatz und erstrahlt in diesem Jahr ebenfalls in neuem Glanz, wie es heißt. Bis einschließlich 20. Dezember können Briefe von Kindern an das Christkind dort eingeworfen werden. Bei den Briefen ist es wichtig, dass die Adresse vollständig angegeben ist, damit das Christkind auch zurückschreiben kann.

Als Trostpflaster für die gemütlichen Abende und das Treffen von Familien, Freunden und Bekannten beim lebendigen Adventskalender und bei Bratwurst und Glühwein ließ sich das Amt für Stadtmarketing und Kultur etwas anderes einfallen: Ein "Selfie-Point" lädt dazu ein, vor dem von der Illustratorin Eva Wünsch gestalteten Weihnachtsmotiv Fotos mit Grüßen aus Herzogenaurach in alle Welt zu verschicken.

Tannen zum Schmücken

Nach dem Motto "Gemeinsam schmücken wir unsere Hauptstraße" sind außerdem über zwanzig Tannen aufgestellt worden. Diese laden Kinder, Jugendliche, Familien, Erwachsene und Senioren dazu ein, wetterfesten Baumschmuck zu gestalten und mit diesem die Tannenbäume zu schmücken, erklärt Anna-Lena Gumbrecht vom Fachbereich Kinder und Familien des Generationen-Zentrums. Der Kreativität seien hierbei fast keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist nur, dass der Schmuck dem Winterwetter standhält und bruchsicher ist.

"Wir freuen uns schon sehr auf den diesjährigen, ganz besonderen Weihnachtszauber und möchten uns bereits jetzt bei allen Mitwirkenden bedanken", sagt Anna-Lena Gumbrecht. "Jeder einzelne Baumschmuck ist Teil des Ganzen, deshalb freuen wir uns über jede noch so kleine Beteiligung".

Das Amt für Stadtmarketing mit der Leiterin Judith Jochmann verweist noch auf weitere Aktionen in der Innenstadt. So auf die Herzo-Gutscheine und das Herzo-Shopping sowie auf die Krippenausstellung in den Schaufenstern.