Schon vor vier Jahren wurde über die Sanierung der gemeindlichen Brücken am Rad­ und Fußweg Niederlindach-Klebheim, an den Straßen Niederlindach-Hesselberg und "Zum Sportplatz" in Heßdorf diskutiert. In der letzten Gemeinderatssitzung wurde zwar der Wunsch laut, den Beschluss noch einmal zu verschieben, damit war aber der Sitzungsleiter nicht einverstanden.

Die Bauarbeiten für die Sanierung der drei Brücken wurden beschränkt öffentlich ausgeschrieben. Insgesamt wurden acht Firmen unter Berücksichtigung einer örtlichen Streuung mit der Bitte um Abgabe eines Kostenangebotes angeschrieben. Beim Submissionstermin lagen drei Kostenangebote vor.

Mindestbieter ist die Firma Pusch-Bau GmbH & Co. KG aus Kinding, die rund eine Viertel- Million Euro verlangt.

Die Kostenschätzung der Valentin Maier Bauingenieure AG vom August 2019 betrug rund 164 000 Euro. Da der Mindestbieter dem Ingenieurbüro nicht bekannt war, wurde zwischenzeitlich ein Bietergespräch geführt. Dieses Gespräch hat die Fachkunde und die Zuverlässigkeit des Mindestbieters bestätigt und mit den Bauarbeiten soll Ende September begonnen werden.

Fast die Hälfte mehr

Das Mindestgebot überschreitet die Kostenschätzung um rund 46 Prozent. Diese drastische Erhöhung ist zum großen Teil durch die derzeitige konjunkturelle Lage im Tiefbau bedingt. Eine Aufhebung der Ausschreibung und eine erneute Ausschreibung würden mit hoher Wahrscheinlichkeit auch nicht zu günstigeren Preisen führen, erklärte Zweiter Bürgermeister Axel Gotthardt (CSU), der die Sitzung leitete.

Bei der Mohrbachbrücke an der Straße Niederlindach-Hesselberg ist der Schaden zum Teil durch einen Verkehrsunfall verursacht worden, und die Gemeinde rechnet mit einer Versicherungsleistung in Höhe von rund 25 000 Euro.

Die Kostenentwicklung wurde nochmals mit dem Ingenieurbüro besprochen. Kostenunterschiede zwischen Kostenschätzung und Ausschreibungsergebnis begründen sich häufig durch genauere Festlegungen im Leistungsverzeichnis. Beim Projekt "Zum Sportplatz" ist eine ganzflächige Feuchtigkeitsisolierung für beide Durchlässe vorgesehen.

Ob diese laut Leistungsverzeichnis ganzflächige Isolierung notwendig ist, wird sich erst bei der Abwicklung der Bauarbeiten herausstellen. Sollte eine punktuelle Isolierung ausreichend sein, wird es nach Einschätzung des Ingenieurbüros günstiger.