In ihrem neuen Buch "Zurück zur ersten Liebe" will Ordensschwester Teresa in Zeiten der Verunsicherung und Ungewissheit ein Zeichen setzen: gegen Angst und Misstrauen, für Hoffnung, Mitgefühl und Liebe. Denn wer sich fest in der Liebe Jesu verwurzelt wisse, könne auch in dunklen Zeiten voller Zuversicht in die Zukunft blicken.

Die Ordensschwester Teresa Zukic ist bekannt für ihre zahlreichen Veröffentlichungen über den christlichen Glauben. Optimismus und Freude strahlt Schwester Teresa aus und erzählt von ungewöhnlichen Ideen, und ihre Bibelauslegungen regen zum Nachdenken an. Denn Schwester Teresa ist kein unbeschriebenes Blatt. Sie ist Millionen von Deutschen durch ihre Fernsehauftritte, Musicals, Gottesdienste, Vorträge, Predigten und Bücher bekannt.

Als Diplom-Religionspädagogin ist sie eine gefragte Gastrednerin in der ganzen Republik und auch international. Denn bei der von Energie und Lebensfreude sprühenden Ordensfrau verbinden sich Redetalent, Humor, Offenheit und Begeisterung für den Glauben zu einer mitreißenden Persönlichkeit

Dieses Jahr waren wieder zahlreiche Vorträge und dazu die Tournee: "Lebe, lache, liebe" zusammen mit der bekannten Musikformation "Stimmen der Berge" geplant. Hinter der Musikformation verbergen sich ehemalige Sänger der Regensburger Domspatzen, deren A-capella-Musikeinlagen für Begeisterung sorgen.

Alles kommt anders

Wie dem gesamten kulturellen Leben machte auch der Ordensschwester die Pandemie einen Strich durch die Rechnung: Die Vorträge musste ins kommende Jahr verschoben werden, und auch die bereits begonnene Tournee wurde abgebrochen. Was sie besonders schmerzt, ist auch, dass die beliebten "Abenteuerland Kindergottesdienste" ebenfalls nicht stattfinden konnten. Schwester Teresa versuchte, die Kinder mit Videos zu erreichen.

Also schrieb Schwester Teresa ihr 16. Buch: "Zurück zur ersten Liebe". "In dieses Buch habe ich mein Herzblut gelegt", sagt Schwester Teresa beim Pressetermin in der "Kleinen Kommunität der Geschwister Jesu" im Weisendorfer Ortsteil Kairlindach. Das Buch hat Schwester Teresa während des ersten Lockdowns geschrieben.

Mut machen

Ein Buch für alle, die sich wieder nach der Kraft der ersten Liebe sehnen. Gottes Herz ist übervoll mit Liebe für uns Menschen. Doch gerade, wenn wir Sorgen und Nöte haben, kehren wir Gott häufig enttäuscht den Rücken zu. In ihrem Buch "Zurück zur ersten Liebe" macht Schwester Teresa Mut: Denn jetzt sei die Zeit für Neuanfänge — für einen Neuanfang mit Gott, unseren Liebsten, der Schöpfung und allen Menschen um uns herum. Denn wenn wir uns von Gott wiederlieben lassen, könnten wir neue Hoffnung schöpfen und an andere Menschen weitergeben in guten wie in schweren Zeiten.

Im Vorwort schreibt Nicole Vollkommer, Autorin und Referentin aus Reutlingen, Schwester Teresa sei unter vielem anderen eine Dichterin. So überrasche es nicht, dass ihre Einladung "Zurück zur ersten Liebe" so etwas wie ein Gedicht sei.

Ein zeitgemäßes Buch. In einer von Corona und von revolutionären Tumulten geplagten Welt stellten kopfschüttelnde und naserümpfende Zyniker mehr denn je die Frage: "Wo ist denn dieser Gott?" Mittendrin ringe eine katholische Schwester förmlich nach Worten, die kraftvoll genug sind, um den Schöpfer des Universums zu beschreiben. Der christliche Glaube sei jedoch kein heiles Lala-Land, das mache die Autorin klar. Im Gegenteil. Schicksalsschläge, Angst, Corona, Kindesmissbrauch, Krankheit, die Ehrlichkeit, der eigenen Sterblichkeit ins Gesicht zu schauen. Kein Thema sei im Buch tabu.

Dunkelste Abgründe

Logisch. Auch in der Bibel ist nichts tabu. Gerade das Kapitel über den Tod sei Gänsehaut pur. Die Autorin scheue sich nicht, auch in die dunkelsten Abgründe einer gebrochenen Welt mutig hineinzuschauen und trotzdem — und gerade dort — Hoffnung zu finden und diese Hoffnung weiterzugeben.

"Aus diesem Vertrauen heraus will ich so sterben, wie ich gelebt habe: lebensbejahend und närrisch glücklich", meint sie trotzig. Dabei irritiert sie ihre Leser nicht mit frommen Floskeln, sondern rüstet vielmehr mit praktischen Tipps und gedanklichen Mechanismen aus, die helfen, mit Sorgen und Verlusten umzugehen.

Prioritäten setzen

Und dann kommt die klare Aufforderung, "sich von seiner Botschaft infizieren zu lassen, seine Botschaft umzusetzen". "Auf die Plätze, fertig, love!", schreibt die Ordensschwester am Ende des Buches.

Gleich das erste Kapitel widmet Schwester Teresa dem "Herzklopfen - Die wunderbare Zeit des Verliebens", denn auch sie war in ihrer Zeit als Leistungssportlerin mal bis über beide Ohren in einen Jungen verliebt und kann sich auch noch an den ersten Kuss erinnern. Aber Leistungssport und Freund ging nicht. Sie gab dem Sport den Vorzug, dabei entdeckte sie die Liebe zu Gott. "Wäre es jetzt nicht an der Zeit, uns auf das Wesentliche zu besinnen? Ich stelle mir vor, dass Gott uns einen Spiegel hinhält und uns zuflüstert: Schau dich an, du kostbares, geliebtes Kind! Du bist so wertvoll und das Kostbarste für mich", beschreibt sie das Kapitel.

Ein Beispiel für soziale Gerechtigkeit erlebte sie in Brasilien. Sie durfte Gast der Stadt Curitiba im brasilianischen Hinterland sein, einer Stadt, die Probleme hatte mit Kriminalität, schlechter Infrastruktur, Verkehrschaos und Umweltzerstörung. Inzwischen ist die Stadt, in der knapp zwei Millionen Menschen leben, eine ökologische Vorbild-Metropole.

Jetzt sei die Zeit für Neuanfänge, schreibt Teresa: Denn wenn wir uns von Gott wieder lieben lassen, könnten wir neu Hoffnung schöpfen und an andere Menschen weitergeben - in guten wie in schlechten Zeiten.