Auch der Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler bekommt die Flaute in der Autoproduktion zu spüren. Das Unternehmen hat am Dienstag (9. November 2021) seine Umsatzprognose deutlich gesenkt. Statt einem Umsatzwachstum von mehr als 11 Prozent, soll der währungsbereinigte Anstieg nun bei etwa sieben Prozent liegen.

Grund für den Rückgang sei ein starker Rückgang der Kundenabrufe in der Automobilsparte. Wegen eines Mangels an bestimmten Teilen, insbesondere Halbleitern, im dritten Quartal geriet die weltweite Autoproduktion ins Stocken. Infolge gingen auch weniger Aufträge bei Schaeffler ein. "Die Nachfrage nach Autos ist da, aber das Angebot kommt nicht", sagte Vorstandschef Klaus Rosenfeld am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. In der Sparte allein gingen die Einnahmen um etwa 12 Prozent zurück.

Schaeffler spürt Krise der Automobilproduktion: Umsatzerwartungen gesenkt

Die Ergebnisprognose für 2021 bestätigte der fränkische Konzern dennoch. Die Sparten für Ersatzteile sowie die Industriesparte, die zum Beispiel Flugzeugturbinen oder Windkrafträder produziert, entwickelten sich laut Schaeffler positiv. Insgesamt schnitt der Zulieferer dadurch wesentlich besser ab, als Experten zunächst erwartet hatten. 

Der Umsatz ging um 1,8 Prozent auf 3,33 Milliarden Euro zurück. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern lag 15,6 Prozent unter dem Vorjahreswert bei 272 Millionen Euro, fiel damit aber höher aus als erwartet. Unter dem Strich fuhr Schaeffler einen Gewinn von 149 Millionen Euro ein, nachdem das Unternehmen vor einem Jahr noch einen Verlust von 171 Millionen Euro ausgewiesen hatte.