Die Schülerinnen und Schüler der Liebfrauenhausschule wollen einen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel leisten und lassen Worten Taten folgen. Übers Klima nicht nur reden, sondern fürs Klima was tun - das sagten sich Lehrer sowie Schüler und führten am Donnerstag eine große Pflanzaktion durch.

Freude auf selbstgeerntetes Obst

"Wir tun was für die Umwelt!" - unter diesem Motto überlegten die Schüler, was Jugendliche mehr tun können als im Unterricht nur darüber zu reden und zu diskutieren und die Liebfrauenhausschule beteiligt sich am Projekt "1000 Bäume für Herzogenaurach" und die "Schulgarten AG" pflanzt Obstbäume auf dem Gelände der Schule. Unter Anleitung von Friedrich Bayer, Gärtnermeister des städtischen Bauhofes, wurden die jungen Bäume eingepflanzt, sturmsicher angebunden und die Kinder freuen sich schon jetzt auf das selbstgeerntete Obst.

Die Liebfrauenhausschule Herzogenaurach hat sich der Nachhaltigkeit und Umwelterziehung verschrieben. Dafür gehen die Schülerinnen und Schüler nicht nur auf die Straße, sondern legen selbst Hand an. Ganz bewusst hat sich die Schulfamilie darum auch entschieden, sich am Projekt "1000 Bäume für Herzogenaurach" zu beteiligen und pflanzt im Beisein des ersten Bürgermeisters German Hacker (SPD) und Monika Preinl vom Amt für Planung, Natur und Umwelt auf dem Gelände des Liebfrauenhauses heimische Obst- und Nussbäume. Sehr zur Freude des Bürgermeisters, dass die Liebfrauenschule das Projekt "1000 Bäume für Herzogenaurach unterstützt.

"Mit ihrem Engagement in der Arbeitsgemeinschaft Schulgarten zeigen die Kinder und Jugendlichen, dass sie Verantwortung übernehmen wollen für mehr Klimaschutz und Biologische Vielfalt in unserer Stadt. Dafür verdienen sie hohen Respekt", lobt Bürgermeister Hacker das Vorhaben der Schüler im Liebfrauenhaus.

Beim Schulfest vor zwei Jahren haben die Kinder und Jugendlichen der Arbeitsgemeinschaft Schulgarten die ersten Spenden für dieses Projekt gesammelt. Die Schulleitung hat die Summe aufgerundet, so dass nun Apfel-, Birnen- und Zwetschenbäume sowie ein Walnussbaum gekauft werden konnten. In Kooperation mit dem städtischen Bauhof wird mit diesen Jungbäumen auf dem Gelände des Liebfrauenhauses eine Streuobstwiese angelegt.

Für Schulleiter Michael Richter und den beiden Projektverantwortlichen Melanie Hacker und Peter Popp ist es ein besonderes Anliegen, den Mädchen und Jungen an der privaten Grund- und Mittelschule die Vielfalt und Schönheit einer intakten Natur näher zu bringen und die sozialen Kompetenzen zu stärken. "Wir wollen keine Einzelaktion organisieren, sondern nachhaltig angelegte Umwelt-Projekte in Kooperation mit der Stadt Herzogenaurach in Angriff nehmen", betont Richter.

Motivation für Umweltschutz

Um die Kinder und Jugendlichen für den Umweltschutz zu motivieren, setzen die Pädagogen auf das aktive Mitarbeiten der Schülerinnen und Schüler im Kreislauf der Natur. Das Pflanzen der Bäume, ein fachgerechter Obstschnitt und die Pflege der Streuobstwiese stehen deshalb ebenso auf dem Programm der von Schule und Ganztag ins Leben gerufene Arbeitsgemeinschaft "Schulgarten", als auch die Ernte und Verarbeitung der Früchte. Mit der jetzigen Pflanzaktion wuchs die Streuobstwiese um wieder um ein weiteres Stück.