Er will die Nachfolge des im September verstorbenen Bürgermeisters Heinrich Süß antreten.

Ursprünglich hätte im Landgasthaus Lunz in Rezelsdorf neben der Nominierung eine normale Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen und Ehrungen stattfinden sollen. Dann kam der Lockdown, die Versammlung wurde auf den Tagesordnungspunkt der Nominierung reduziert und im Hof des Gasthauses durchgeführt. Eine Verschiebung der Nominierung war nicht möglich, denn die Wahlvorschläge müssen bis spätestens 26. November bei der Gemeindewahlleiterin eingegangen sein.

Karl-Heinz Hertlein, der Oberlindacher selbstständige Land-, Teich- und Forstwirt, wurde 1996 in den Gemeinderat und 2002 zusätzlich in den Kreistag gewählt. Bei der konstituierenden Sitzung nach der Kommunalwahl 2014 wurde ihm das Amt des Zweiten Bürgermeisters übertragen.

Viele Erfahrungen gesammelt

In seiner Vorstellungsrede stellte er insbesondere seine Zusammenarbeit mit dem engagierten Bürgermeister Heinrich Süß in den Vordergrund. Dabei knüpfte Hertlein an die bekannte Aussage von Süß an, der bei seiner Nominierungsversammlung im vergangenen Jahr seine zweite Kandidatur mit "Weil ich noch nicht fertig bin" begründet hatte.

"In den letzten sechs Jahren konnte ich viele Erfahrungen sammeln und vom Wissen von Heinrich Süß profitieren", berichtete Hertlein von seiner Vertretungstätigkeit. "Gerade in den letzten Wochen musste eine Reihe von Entscheidungen getroffen werden, die vom verstorbenen Bürgermeister in die Wege geleitet und geplant wurden", erklärte er und meinte damit die gerade laufenden Baumaßnahmen in Weisendorf, aber auch weitere Vorhaben wie die Fortschreibung des Flächennutzungsplanes und den Bau eines Seniorenheimes, für den bereits die Gespräche laufen.

Falls Hertlein zum Bürgermeister gewählt wird, will er seinen Betrieb einem Partner übergeben, um sich voll auf das Amt des Bürgermeisters konzentrieren zu können. Der Gemeinderat Weisendorf verfügt über 20 Sitze, die CSU ist mit sieben Sitzen die stärkste Fraktion. Die Bürgerliche Wählergemeinschaft hat ebenso einen Sitz wie die SPD und die Freien Wähler sind ebenso wie die Grünen mit drei Sitzen vertreten. Die Unabhängige Wählergruppe Buch-Nankendorf (UWG), der auch der verstorbene Bürgermeister angehörte, hat jetzt noch fünf Sitze.