Endlich eine Erleichterung oder doch nur ein "Tropfen auf den heißen Stein"? Ab dem kommenden Montag, 11. Januar, ist auch in Bayern das sogenannte "Click & Collect"-Verfahren ganz offiziell erlaubt. Das heißt: Eine vorher online oder telefonisch bestellte Ware darf an der Tür eines Einzelhandelsgeschäfts abgeholt werden.

Auch in Coburg wollen viele Einzelhändler diese Möglichkeit nutzen - in der Hoffnung, die teils dramatischen Umsatzverluste der vergangenen Monate zumindest ein wenig abzumildern.

Eine Übersicht, wer alles in der Stadt Coburg diesen Service anbietet, findet sich auf www.ichkaufincoburg.de. Dort gibt es auch Infos zum kostenlosen Lieferservice, den die Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Coburg eingerichtet hat.

Die Lage für die meisten Geschäftsleute bleibt allerdings sehr schwierig. "Click & Collect ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein", sagt etwa Jasmin Franz vom gleichnamigen Modehaus in Coburg. Sie und viele andere Händler speziell aus dem Textilbereich werden sich deshalb am kommenden Montag an einer bundesweiten Aktion beteiligen. Unter dem Motto "Wir machen auf...merksam" soll auf die prekäre Situation hingewiesen werden - verbunden mit zwei Forderungen an die Bundesregierung: Die Geschäfte sollen wieder komplett öffnen dürfen - und sie sollen für die Verluste, die sie während der Lockdowns erlitten haben, "angemessen" entschädigt werden.