Eine 27-Jährige aus dem Landkreis Bamberg - die anonym bleiben möchte - berichtet uns exklusiv über ihren Corona-Krankheitsverlauf. Die Sorge, um die anderen Menschen war für sie genauso groß, wie die Angst vor der Krankheit. 

Durch den Kontakt mit einem Infizierten im Verwandtenkreis, begab sich die 27-Jährige kurz vor Weihnachten selbst in Quarantäne, bis sie einige Tage später einen Coronatest machen konnte - mit positivem Ergebnis. Die Infizierte machte sich daraufhin große Sorgen um ihre Mitmenschen und stellte sich auf die Symptome und den Krankheitsverlauf ein. 

Über Nacht war der Geschmackssinn verschwunden 

"Corona kann man keinesfalls mit einer normalen Grippe vergleichen. Es ist viel härter und definitiv viel schlimmer als jede andere grippeähnliche Erkrankung. Obwohl ich nur einen leichten Verlauf hatte, muss ich sagen, dass es ein sehr harter Kampf für mich war." Über Nacht verlor die 27-Jährige dann ihren Geschmackssinn sowie Geruchssinn, den sie bis heut noch nicht wieder zurück hat. "Das ist wirklich sehr schwer zu beschreiben, wenn man es nicht selbst erlebt hat. Ich schmecke zum Beispiel Brokkoli oder Rosenkohl teilweise noch aber selbst dieser Geschmack ist dann ganz anders, als ich es gewohnt bin. Der Geruchssinn ist bis heute immer noch nicht da. Es ist sehr komisch Essen zu essen, dass man einfach nicht schmeckt."


Die Infizierte beschreibt die Symptome der Krankheit außerdem mit Halsschmerzen, Gliederschmerzen, Kopf- wie Ohrenschmerzen und enormer Abgeschlagenheit. "Gerade in den Nebenhöhlen ist das sehr seltsam. Es fühlt sich an als ob sie einfach zu wären, wie bei einem Schnupfen, aber wenn man sich schnäuzt, ändert das rein gar nichts. Obwohl ich jetzt symptomfrei bin, sind sie immer noch ziemlich dicht."

In der Quarantäne verschlechterte sich der Zustand der 27-Jährigen enorm. Obwohl sie mit ihrem Lebenspartner zusammenlebt, erkrankte dieser nicht an dem Sars-CoV-1 Erreger. Selbst nach insgesamt 3 Tests, die ihr Partner durchführte, blieb er stets negativ. Die Infizierte betont außerdem besonders, dass die Quarantäne vor allem für Menschen, die ganz allein sind, sehr hart sein muss und macht sich große Sorgen, dass viele Menschen sich allein und verlassen fühlen, während sie die Quarantäne aushalten müssen. 

Der Kampf gegen die Krankheit und das Mitgefühl für die Mitmenschen - die Infizierte geht mit gutem Beispiel voran 

"Man darf so Etwas auf gar keinen Fall vergessen. Ich meine ich habe einen Partner, der sich um mich gekümmert hat, aber es gibt genug Menschen, die niemanden haben und die vielleicht auch keine engen Angehörigen haben. Das muss furchtbar sein."

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Was sich die 27-Jährigen außerdem gewünscht hätte, wäre mehr Beistand von den Gesundheitsämtern. "Ich habe mich von dem Gesundheitsamt sehr alleingelassen gefühlt. Das soll keine Hasstirade gegen die Gesundheitsämter sein, ich bin sicher, die machen auch nur ihren Job und haben mehr als genug zu tun, aber dennoch ließen sie mich mit meinem Bedenken und Sorgen gefühlt sehr allein." 

Nach insgesamt 48-Stunden ohne Symptome und zweifachem Test, wodurch letztendlich ein Arzt ihr bestätigte, dass sie nun wieder symptomfrei ist, geht es der 27-Jährigen wieder gut. Auch wenn sie immer noch an den Folgen der Krankheit leidet und unter anderem darauf wartet, dass ihr Geschmackssinn wieder zurückkommt, stellt sie nun kein Risiko mehr für ihre Mitmenschen dar. "Ich hatte große Sorge um meinem Mitmenschen und wollte niemanden gefährden. Ich möchte nicht an der Krankheit und den gesundheitlichen Folgen eines anderen schuld sein. Mit so etwas möchte ich nicht leben", so die 27-Jährige abschließend im Interview mit inFranken.de. 

 

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