Die Schwangerschaftsberatungsstelle im Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) bietet jetzt, sobald es die Corona-Situation wieder erlaubt, auch monatliche Sprechtage vor Ort in Bad Kissingen bei der Caritas (Hartmannstraße 2a) und in Bad Brückenau in der Sozialstation St. Benedikt (Ernst-Putz-Straße 4a) an. Wegen der aktuellen Kontakteinschränkung können vorerst allerdings nur Video- oder Telefongespräche geführt werden.

Es ist nicht etwa ein plötzlicher Anstieg der Geburtenrate im Kissinger Landkreis, die die SkF-Beratungsstelle in Schweinfurt dazu bewogen hat, allen Schwangeren und jungen Müttern die ganze Bandbreite ihrer kostenlosen Dienstleistung auch in Bad Kissingen und Bad Brückenau anzubieten. Sondern der Diözese ist die wohnortnahe Begleitung und Versorgung seit jeher ein Anliegen, weshalb die jetzige Entscheidung der Schwangerenberatungsstelle nur ein weiterer Schritt in diese Richtung ist. "Vielleicht wissen viele im ländlichen Raum nicht einmal, dass es uns gibt", vermutet Diplom-Sozialpädagogin Kathrin Ziegler (41), die seit Mai vergangenen Jahres die Beratungsstelle des Schweinfurter SkF-Ortsverbandes leitet und seitdem die Organisation der Außenstellen vorangetrieben hat. "Wir wollen den Bedarf wecken. Diese Außenstellen im Landkreis Bad Kissingen sind für uns ein Stück Pionierarbeit."

Auf Wunsch anonym

Besonders wichtig ist für Ziegler der ausdrückliche Hinweis, dass ihr Angebot sich sowohl an Erwachsene als auch an Jugendliche richtet, völlig unabhängig von Religion und Weltanschauung, und die Beratung auf Wunsch selbstverständlich auch anonym durchgeführt wird. Ziegler: "Jede Schwangere kann sich mit allgemeinen Fragen, aber auch ihren Sorgen und Problemen vertrauensvoll an uns wenden." Zum umfassenden Dienstleistungspaket gehört die Beratung in persönlichen Not- und Konfliktsituationen wie in schwierigen Lebenssituationen Alleinerziehender, bei Partnerschaftskonflikten oder Erkrankungen. Generell hilft die Beratungsstelle bei der Vorbereitung auf das veränderte Leben mit einem Kind und allen damit im Zusammenhang stehenden Fragen. Dazu gehört auch die Hilfe bei der Suche nach einer Wohnung, einem Arbeits- oder Ausbildungsplatz oder deren Erhalt, die Information über besondere Rechte im Arbeitsleben, die Beratung im Umgang mit Behörden und bei der Durchsetzung von Rechtsansprüchen sowie über finanzielle Hilfen des Staates. Alle Beratungs- und Begleitangebote können von den Ratsuchenden einmalig, aber auch längerfristig in Anspruch genommen werden.

"Viele wissen gar nicht, dass es staatliche Hilfen zum Beispiel für die Erstausstattung gibt", hat Ziegler festgestellt, die selbst in Bad Kissingen und Bad Brückenau jeweils einmal pro Monat Hilfesuchende vor Ort beraten wird. Ersatzweise oder auch zusätzlich zu staatlichen Finanzhilfen kann es unter bestimmten Voraussetzungen auch Mittel von der bayerischen Landesstiftung für Mutter und Kind geben, wenn im Einzelfall gesetzliche Hilfen wie Kindergeld und Elterngeld nicht infrage kommen oder nicht ausreichen. Die Beratungsleistung ist allerdings nicht rechtsverbindlich und kann es auch nicht sein. Ziegler: "Wir beraten immer nach bestem Wissen und Gewissen."

Während der aktuellen Kontakteinschränkungen sind nur in besonderen Einzel- und Notfällen schon jetzt persönliche Gespräche unter Einhaltung aller Hygienevorschriften möglich. In besonderen Ausnahmefällen wäre auch ein Hausbesuch möglich. Allgemein ist aber aktuell nur die Beratung mittels Videogesprächen oder Telefon vorgesehen. Erst wenn gesetzliche Lockerungen direkte Personenkontakte generell wieder erlauben, wird die persönliche Beratung vor Ort in Bad Kissingen und Bad Brückenau nach vorheriger Terminvereinbarung aufgenommen (Telefon: 09721/2095 83; E-Mail: info@skf-schweinfurt.de).

Weitere Informationen über den Sozialdienst katholischer Frauen und dessen Beratungsangebot gibt es im Internet unter www.skf-schweinfurt.de.